Heute ist der 30.05.2026, und ich sitze hier in Ehrenfeld, einem Stadtteil von Köln, der für seine lebendige Kreativszene bekannt ist. Was könnte es besseres geben, als einen Blick auf das lokale Modelabel Rock-it-baby zu werfen? Seit 20 Jahren wird hier Mode mit Herzblut produziert, und das ganz unter der Regie von Sabine Berndt. Die sympathische Designerin hat einst als Lehrerin für Kunst und Englisch gearbeitet, bevor sie die Nähmaschine für sich entdeckte. Ihr erstes Modell – ein Rock mit roten Polkadots und Rüschen – war ein echter Hit und der Startschuss für eine beeindruckende Karriere.

Die Kollektion von Rock-it-baby zeichnet sich durch fair produzierte, handgemachte Mode aus. Das Besondere? Jedes Stück wird in einem Betrieb in der Slowakei gefertigt, denn hierzulande fehlen oft die Schneiderinnen. Auch die Stoffe, hauptsächlich aus Viskose, werden vor der Verarbeitung gewaschen und gebügelt, um ein Einlaufen zu verhindern. So wird garantiert, dass die Modelle – benannt nach den Näherinnen, wie die Hose „Veronika“ nach der Chefschneiderin – von hoher Qualität sind und lange Freude bereiten.

Einzigartige Angebote und Herausforderungen

Die Preise sind fair, aber das ist relativ: Hosen und Röcke kosten etwa 140 Euro, Oberteile ab 60 Euro, und Kleider beginnen bei 100 Euro. In einer Zeit, in der der Marktanteil fairer Mode schätzungsweise bei nur 5% liegt, hat Berndt dennoch eine treue Stammkundschaft aufgebaut. Mit einer besonderen Empfehlung in holländischen und belgischen Reiseführern ist die Nachfrage hoch. Allerdings hat die Corona-Krise auch hier ihre Spuren hinterlassen – viele Stammkunden sind verloren gegangen. Und die steigenden Mieten in Ehrenfeld machen den Einzelhandel nicht gerade einfacher.

Oh, und wusstest du, dass etwa 70% der Kundinnen extra anreisen? Das spricht für die Anziehungskraft von Rock-it-baby, auch wenn die „MeToo“-Bewegung das Kaufverhalten vieler Frauen beeinflusst hat. Auffällige Mode wird zunehmend gemieden, und so sind mittlerweile 50% der Kollektion einfarbig. Berndt selbst plant für den Jubiläumsmonat Juni einen Rabatt von 20% auf alle Artikel – ich glaube, das könnte ein richtig tolles Angebot werden!

Die Konkurrenz schläft nicht

<pIn der weiten Welt der Mode gibt es immer mehr Anbieter, die nachhaltige Kleidung im Sortiment haben. Sogar Discounter haben mittlerweile nachhaltige Mode im Angebot! Junge Menschen zeigen sich oft skeptisch gegenüber Marken, die ihre Nachhaltigkeit stark betonen. Die Preise für T-Shirts von etablierten Marken wie Hessnatur oder Fuxbau liegen oft bei 50 Euro. Aber es gibt auch günstigere Alternativen, die bereits für 15 Euro erhältlich sind. Das zeigt, dass nachhaltige Mode im Trend liegt, aber auch, dass es wichtig ist, transparent zu sein.

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Hersteller müssen ihre Produktionsmethoden offenlegen, und Zertifikate wie GOTS und Fairtrade helfen, ein gewisses Maß an Vertrauen zu schaffen. Es ist eine Herausforderung, die Modebranche umweltfreundlicher zu gestalten, denn sie verursacht rund 10% der weltweiten CO2-Emissionen. Dennoch sind immer mehr junge Menschen bereit, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen – obwohl 47% der Millennials und Gen Z skeptisch gegenüber übermäßiger Betonung von Nachhaltigkeit sind.

Die Beliebtheit von Secondhand-Kleidung steigt ebenfalls, vor allem über Plattformen wie Vinted und eBay. Influencer auf Social Media beeinflussen die Kaufentscheidungen der Gen Z, und einige nachhaltige Modehersteller haben sogar Secondhand-Produkte im Sortiment, um das Recycling zu fördern. Die Modewelt ist im Wandel, und jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt.

Wenn du also das nächste Mal in Ehrenfeld bist, schau unbedingt bei Rock-it-baby vorbei. Die Kombination aus fairer Produktion, handgemachter Qualität und einer Prise Kreativität ist ein echtes Highlight – nicht nur für modebewusste Kölnerinnen, sondern für alle, die Wert auf nachhaltige Mode legen.