Muslimisches Leben hat sich seit Jahrzehnten fest in der deutschen Gesellschaft verankert. Ob in den Straßen Kölns oder in den ländlichen Regionen, die Vielfalt ist überall spürbar. Eine aktuelle Hochrechnung des BAMF-Forschungszentrums (BAMF-FZ) wirft nun einen interessanten Blick in die Zukunft: Für das Jahr 2025 wird die Zahl der muslimischen Religionsangehörigen mit Migrationshintergrund in Deutschland auf zwischen 6,6 und 7,0 Millionen geschätzt. Das entspricht einem Anteil von 8,0 bis 8,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung von 82,7 Millionen Menschen. Ein Anstieg von 1,6 bis 1,8 Prozentpunkten seit 2019 – das sind schon ganz schön viele! Die Hauptursache für diese Entwicklung? Zuwanderung aus Krisenregionen im Nahen und Mittleren Osten.

Besonders spannend ist die Zusammensetzung der muslimischen Bevölkerung im Jahr 2025: 39 Prozent stammen aus der Türkei, was sie zur größten Herkunftsgruppe macht. Aber sie sind keine absolute Mehrheit mehr. Immerhin 25 Prozent kommen aus arabischsprachigen Ländern und 31 Prozent aus nicht-arabischsprachigen Ländern in Südosteuropa oder dem Mittleren Osten. Solche Zuwanderungsprozesse führen zu einer bunten, vielfältigen muslimischen Gemeinschaft, die sich durch unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Migrationsbiografien auszeichnet. Man kann sagen, dass sich ein ganz eigenes, lebendiges Mosaik innerhalb der Gesellschaft formt – das ist echt faszinierend!

Verteilung auf die Bundesländer

Ein Blick auf die Verteilung dieser muslimischen Religionsangehörigen zeigt, dass Nordrhein-Westfalen mit 2,1 bis 2,2 Millionen Personen an der Spitze steht. Diese Zahl ist nicht nur beeindruckend, sie macht auch deutlich, wie wichtig der Austausch und das Zusammenleben hier sind. Bremen und Hamburg haben den höchsten Anteil an Muslimen in der Bevölkerung (12,5 bis 13,2 Prozent), gefolgt von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich dazu ist der Anteil in Sachsen mit 0,9 bis 1,0 Prozent recht gering – ein echtes Ungleichgewicht, oder?

Eine Studie mit dem Titel „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“ hat sich ebenfalls mit der sozialstrukturellen Lage dieser Gruppe beschäftigt. Zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Religionsangehörige wurden damals geschätzt. Die Altersstruktur ist besonders interessant: 21 Prozent sind unter 15 Jahren, was zeigt, dass die nächste Generation bereits in den Startlöchern steht. Die Integration? Viele fühlen sich stark mit Deutschland verbunden und haben regelmäßigen Kontakt zu Personen deutscher Herkunft. Fast die Hälfte, genau 47 Prozent, sind sogar deutsche Staatsangehörige.

Religiöse Praxis und Bildung

Die religiöse Praxis ist vielfältig. Während 82 Prozent der Musliminnen und Muslime angeben, eher gläubig zu sein, beten 39 Prozent täglich. Komischerweise tragen 70 Prozent der Frauen kein Kopftuch – ein Punkt, der oft missverstanden wird. Es macht deutlich, dass persönliche Entscheidungen stark variieren können. Wenn man dann noch bedenkt, dass 16 Prozent der über 16-Jährigen keinen Schulabschluss haben – das ist ein Thema, das uns alle betrifft und wo noch viel zu tun ist.

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Die Studie, die im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz durchgeführt wurde, befragte rund 5.200 Personen und ließ uns tief in die Lebensrealitäten eintauchen. Es ist spannend zu sehen, wie sich diese Gruppe in der Gesellschaft entwickelt. Eine hohe Offenheit und der Wunsch nach häufigeren Kontakten zu Menschen ohne Migrationshintergrund zeichnen sich besonders bei weniger sozial vernetzten Muslimen ab. Das zeigt, dass der Dialog und Austausch echt wichtig sind.

Mit all diesen Informationen und Entwicklungen wird klar, dass das muslimische Leben in Deutschland nicht nur ein Teil der Gesellschaft ist, sondern ein aktiver Mitgestalter. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Eines ist sicher: Die Vielfalt wird weiter wachsen, und das ist eine Bereicherung für uns alle.