Das Agrippabad in Köln, ein Stück Schwimmbadgeschichte mit mehr als 60 Jahren auf dem Buckel, steht vor einer ungewissen Zukunft. Seit Ende 2025 ist das beliebte Bad für Besucher geschlossen, und ein Blick auf die aktuelle Situation lässt die Herzen der Kölner Schwimmfreunde höher schlagen – oder auch nicht. Der Denkmalschutz, der das Gebäude schützt, hat seine eigenen Regeln und Herausforderungen. Und während einige Kölner Gebäude, wie das Römisch-Germanische Museum und die Oper, ebenfalls sanierungsbedingt geschlossen sind, hat das Agrippabad eine ganz eigene Geschichte zu erzählen.
Aktuell sind die Mitarbeiter der KölnBäder GmbH damit beschäftigt, Schäden zu erfassen und einen Sanierungsplan zu erarbeiten. Die Realität zeigt sich jedoch komplexer als gedacht. Der Sanierungsbedarf ist umfangreicher als ursprünglich angenommen, und das bedeutet zusätzliche Herausforderungen, insbesondere bei der gläsernen Fassade, die neue Schäden aufweist. Die Stadt Köln muss über die finanziellen Mittel für die Sanierung abstimmen, und bis Mitte des Jahres sollen verlässliche Zahlen zu Kosten, Umfang und Zeitplan vorliegen. Man darf gespannt sein!
Ein Bad mit Geschichte
Das Agrippabad, eröffnet 1958, war der erste große Bäderneubau Kölns nach dem Zweiten Weltkrieg – und hat seitdem Generationen von Schwimmbegeisterten beherbergt. Damals bot es ein 25-Meter-Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Springerbecken mit einem Zehn-Meter-Turm. Die Architektur ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Kölner Nachkriegsmoderne und erinnert an die römische Kaiserin Agrippina, nach der die Stadt benannt ist. Ein echtes Stück Köln, das man nicht einfach so aufgeben kann!
Doch die Herausforderungen reißen nicht ab. Die Sanierung muss nun unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes neu aufgesetzt werden, und die Geschäftsführerin Claudia Heckmann betont die Notwendigkeit, schnell auf die veränderten Anforderungen zu reagieren. Es ist eine ständige Suche nach der Balance zwischen der Erhaltung des historischen Wertes und der Notwendigkeit moderner Einrichtungen. Die bisherigen Pläne wurden auf Eis gelegt, um die neuen Gegebenheiten zu berücksichtigen und Risiken sowie Kostensteigerungen zu minimieren.
Ein Blick in die Zukunft
Und was ist mit der Wiedereröffnung? Die KölnBäder arbeiten an einer Zwischenlösung, die für Sommer 2026 angedacht ist. Das klingt vielversprechend, aber die Unsicherheit bleibt. Schulen und Vereine wurden bereits auf andere Bäder wie das Zollstockbad und den Lentpark verteilt, was bedeutet, dass es in den anderen Einrichtungen zu Einschränkungen kommen kann. Das ist natürlich nicht ideal, besonders für die kleinen Schwimmer, die sich auf ihren Schwimmunterricht freuen!
Die letzten Monate waren von Unmut und Verwirrung geprägt. Badegäste fühlen sich durch die ständigen Änderungen im Zeitplan verunsichert. Die Schließung des Agrippabads ab Januar 2026 für voraussichtlich ein bis zwei Jahre ist kein leichter Schlag, aber es gibt Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung. Die provisorischen Arbeiten, die geplant sind, könnten dazu beitragen, die Wartezeit erträglicher zu gestalten. Wenn alles gut geht, könnte das Agrippabad nach den notwendigen Vorarbeiten wieder seine Pforten öffnen und ein neues Kapitel in seiner Geschichte schreiben.