Die Kölner Grünen haben sich auf einen spannenden Weg in Richtung Landtagswahl 2027 begeben. Im Gymnasium Thusneldastraße in Deutz präsentierten Kirsten Jahn und Cyrill Ibn Salem die Ziele, die sie im Wahlkampf verfolgen wollen. Mit einem klaren Fokus auf Themen wie Rechtsextremismus, Klimaschutz, Verkehrswende, den Ausbau erneuerbarer Energien und soziale Gerechtigkeit durch bezahlbaren Wohnraum stehen sie bereit, die Herausforderungen der kommenden Jahre anzugehen.

Bei der Kreismitgliederversammlung wurden gleich sieben Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Zu den erfahrenen Abgeordneten gehören Berivan Aymaz, Eileen Woestmann, Arndt Klocke und Frank Jablonski, die alles daran setzen, ihre Mandate zu verteidigen. Aber auch neue Gesichter wie Petra Pinger, Jonas Höltig und Svenja Bolldorf bringen frischen Wind ins Team. Besonders spannend war Svenja Bolldorfs Sieg in Wahlkreis 16, wo sie sich erfolgreich gegen Nicole Hansen und Marc Kersten durchsetzte. Arndt Klocke, der seit 2010 im Landtag ist, konnte sich ebenfalls durchsetzen und gewann gegen Jonathan Sieger.

Erfolgreiche Vorgeschichte und künftige Ambitionen

Die Kölner Grünen haben bei der letzten Landtagswahl im Mai 2022 ordentlich abgeschnitten: Vier von sieben Wahlkreisen gewonnen und 31,4 Prozent der Erststimmen erzielt. Damit waren sie die erfolgreichste Partei in Köln, sogar vor der SPD mit 26,2 Prozent und der CDU, die auf 23,4 Prozent kam. Frank Jablonski sicherte sich das Direktmandat in Lindenthal gegen den CDU-Fraktionschef Bernd Petelkau – das hat schon mal für Aufregung gesorgt!

Doch nun blicken die Kölner Grünen nicht nur auf ihre Erfolge zurück, sondern auch in die Zukunft. Die Landespartei hat sich am 16. November 2025 in Krefeld darauf verständigt, Nordrhein-Westfalen als erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu gestalten. Das Ziel ist es, ein NRW zu schaffen, das wirtschaftlich solide und klimaneutral ist – ein gewaltiges Unterfangen, das den nachhaltigen Wohlstand und die Bewältigung der Klimakrise in den Mittelpunkt rückt.

Bürgerbeteiligung und innovative Ansätze

Ein zentraler Bestandteil dieser Ambitionen ist die Einbindung der 18 Millionen Menschen in NRW. Die Grünen planen den größten Beteiligungsprozess der Parteigeschichte für Frühjahr 2026, um die Bürger aktiv in die Ideenfindung einzubeziehen. Interaktive Formate in den Nachbarschaften sollen dazu dienen, die Stimmen der Bürger zu hören. Die Erfahrungen von Verantwortungsträger*innen aus verschiedenen Ebenen und der Einsatz moderner Technologien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Künstliche Intelligenz wird herangezogen, um die eingereichten Ideen zu priorisieren und zusammenzufassen.

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Ein Blick über die Schulter zeigt, wie wichtig solche partizipativen Ansätze sind. Die Bertelsmann Stiftung und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben in einem Bürgerbeteiligungsverfahren untersucht, wie Bürger aktiv in die Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen eingebunden werden können. Hierbei wurde der „Tag des Bürgerdialogs zum Klimaschutzplan 2050“ ins Leben gerufen, um Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Meinungen und Ideen einzubringen. Solche Initiativen stärken das Vertrauen in die Politik und ermöglichen es, die Bedürfnisse der Bevölkerung besser zu verstehen.

Das Landtagswahlprogramm der Grünen wird im Oktober 2026 vorgelegt, und auf der Landesdelegiertenkonferenz im November 2026 soll es dann beschlossen werden. Ein ambitionierter Zeitplan, aber die Kölner Grünen scheinen bereit, die Herausforderung anzunehmen und NRW in eine grünere Zukunft zu führen.