Köln blüht auf: Wie Dachbegrünung die Stadt ergrünen lässt
In Köln, wo die Geschichte in jedem Stein zu spüren ist und die moderne Welt mit einem Hauch von Gemütlichkeit verschmilzt, gibt es immer wieder spannende Neuigkeiten. Besonders das Thema Dachbegrünung hat in letzter Zeit ordentlich Aufwind bekommen. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Immobilie von Hanna Kaya, die sich in einem Gewerbegebiet mit Lagerhallen und Büros befindet. Das Dach ihrer Lagerhalle ist nämlich kein gewöhnliches; hier findet sich ein liebevoll gestalteter, begrünten Innenhof! Wenn man dort steht, spürt man sofort die entspannende Atmosphäre, die den Raum durchdringt – und das Beste: Es ist erheblich kühler als in den unteren Etagen. Ein echter Rückzugsort, könnte man sagen.
Hanna Kaya hat die „Grün hoch 3“-Förderung der Stadt Köln genutzt, um ihre Dachbegrünung umzusetzen. Dieses Förderprogramm existiert seit Oktober 2018 und hat bereits über 1.000 Anträge verzeichnet. Darunter fallen 531 Dachbegrünungen mit insgesamt fast 48.000 Quadratmetern – wahnsinnig viel grüne Fläche! Dazu gesellen sich 100 Fassadenbegrünungen, 107 Entsiegelungen und 45 Regenwasserspeicherungen. Die Stadtverwaltung ist sich der Bedeutung von Bäumen und Grünflächen bewusst, vor allem im Angesicht des Klimawandels. Umweltdezernent William Wolfgramm betont immer wieder, wie wichtig diese Maßnahmen für unsere Zukunft sind.
Erweiterte Fördermöglichkeiten für Kölner Bürger
Das Programm „Grün hoch 3“ fördert verschiedene Maßnahmen: von Dachbegrünungen über Fassadenbegrünungen bis hin zur Entsiegelung von Flächen. Für solche Projekte können bis zu 50 % der förderfähigen Kosten übernommen werden. Bei einer Fassadenbegrünung, die 8.000 Euro kostet, gibt es beispielsweise einen Stadtzuschuss von 50 %. Für die Dachbegrünung hat Hanna Kaya 40.000 Euro investiert und erhielt 12.000 Euro als Zuschuss. So macht man das – und es funktioniert! Noch dazu plant sie eine weitere Begrünung bei ihrem neuen Bauprojekt.
Um Bürger für die Entsiegelung zu motivieren, plant die Stadt Köln Anpassungen und Erweiterungen der Förderung. Ein interessantes Detail: Es gibt sogar einen Biodiversitäts-Bonus von 150 Euro für Maßnahmen zur Artenvielfalt. Hier ist wirklich viel möglich, wenn man nur die richtigen Schritte wagt! Die Antragstellung erfolgt digital vor Baubeginn, und das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Förderungen sind allerdings nicht nur ein Kölner Phänomen. Auch in Bonn und anderen Städten gibt es ähnliche Programme, die die Begrünung von Dach und Fassade unterstützen. Dabei sind die Fördersätze meist identisch: 50 % der Kosten, oft auch in Kombination mit anderen Maßnahmen. Das zeigt, dass es einen Trend gibt, der über Stadtgrenzen hinweggeht. Die Idee, mehr Grünflächen zu schaffen, ist einfach zu wichtig, um sie nur lokal zu betrachten.
Auf Landes- und Bundesebene wird ebenfalls einiges unternommen. In Nordrhein-Westfalen gibt es die Richtlinie zur Klimawandelvorsorge, die bis zu 50 % Zuschuss für Begrünungsmaßnahmen bietet. Und auch auf Bundesebene gibt es Förderungen wie BAFA-Zuschüsse oder KfW-Kredite für energetische Dachsanierungen. Jeder Cent, der hier investiert wird, zahlt sich auf lange Sicht aus – nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen.
Diese Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung – und das nicht nur für die Stadt, sondern für jeden einzelnen von uns. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich unbedingt am 18. Juni zur Info-Veranstaltung der Stadt Köln zur Klimaanpassung im Stadthaus einfinden. Da gibt es sicherlich viele spannende Informationen, die man nicht verpassen sollte. Ein bisschen mehr Grün in der Stadt kann schließlich nicht schaden!
