Heute ist der 20.05.2026. Ein spannendes Thema schwirrt durch die Luft, das die Gemüter in Niedersachsen und darüber hinaus bewegt: Die Zukunft von Volkswagen (VW) und die möglichen Kooperationen mit chinesischen Herstellern. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies war Mitte April 2026 in China, um die besorgniserregenden Entwicklungen im China-Geschäft von VW zu besprechen. Schließlich hält Niedersachsen 20 Prozent an dem Unternehmen und Lies ist selbst im VW-Aufsichtsrat. Da kann man sich schon fragen, was da genau geplant ist!

Im Gespräch mit Markus Lanz umriss Lies die Situation und betonte ganz klar: „Wir müssen den chinesischen Markt zurückerobern!“ Dabei brachte er auch eine mögliche Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern in deutschen VW-Werken ins Spiel. Ein interessanter Ansatz, denn der chinesische Autobauer XPeng prüft aktuell Produktionsmöglichkeiten in Europa, möglicherweise auch in den Werken von VW. Es scheint, als ob sich hier neue Wege für die Automobilindustrie auftun – oder vielleicht auch alte Pfade neu beschreiten werden.

Kooperationen und Herausforderungen

In Sachsen wird bereits intensiv über Kooperationen mit chinesischen Autobauern diskutiert, um die Arbeitsplätze bei VW zu sichern. Der Druck ist groß, denn der Branchenverband VDA prognostiziert bis 2035 einen Verlust von 225.000 Arbeitsplätzen in der Autobranche, vor allem in den Zulieferbetrieben. Jörg Wuttke, ein ehemaliger BASF-Chefrepräsentant in China, warnt zudem vor der Wertschöpfung, die bei in China gebauten VW-Modellen im Land verbleibt. Es ist klar, dass die deutsche Automobilindustrie dringend umdenken muss.

Wuttke fordert eine stärkere Einbindung in die chinesischen Lieferketten und eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Ingenieuren. Die Idee, deutsche Werke für Produkte zu nutzen, die teilweise in China entwickelt und dann in Deutschland produziert werden, könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Die Frage ist, ob und wie das tatsächlich umgesetzt werden kann.

Xpengs Ambitionen in Europa

XPeng, der chinesische Autohersteller, hat 2023 eine Beteiligung von fünf Prozent an VW für rund 700 Millionen Dollar erworben. Das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug, der VW ID.Unyx 08, wird bereits in China produziert. Xpeng sieht in VW einen Technologiepartner, während VW Xpeng als Partner für Software und E-Plattformen betrachtet. Ein echtes Win-Win, könnte man meinen!

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Doch die Sache hat auch ihren Preis. Während VW seine Kapazitäten reduziert, steigt der Druck in China, Fahrzeuge ins Ausland zu exportieren. Es wird gemunkelt, dass Gespräche zwischen Xpeng und VW über den möglichen Kauf eines Werks bereits im Gange sind. Allerdings ist noch keine Entscheidung gefallen. Xpeng ist nach der Kürzung von Elektroauto-Subventionen in China stärker auf das Exportgeschäft angewiesen und plant, sein europäisches Geschäft bis 2027 auszubauen. Das klingt nach einer großen Chance, aber auch nach einer gewaltigen Herausforderung.

Um in Europa Fuß zu fassen, baut XPeng seine Händlernetze, Serviceinfrastruktur und Modellpalette in Deutschland, den nordischen Ländern und den Benelux-Staaten aus. Xpeng-Vizepräsident Brian Gu hat sogar betont, dass das Unternehmen offen für Kooperationen ist, um schneller in neue Märkte einzutreten. Wer hätte gedacht, dass wir eines Tages den chinesischen Herstellern so viel Bedeutung beimessen müssen? Es bleibt spannend, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird.