Die Tiefgarage Groß St. Martin in Köln ist seit September 2025 geschlossen. Ein Schock für die Anwohner und Pendler, die oft auf diesen Parkplatz angewiesen sind. Die Gründe für die Schließung sind alles andere als erfreulich. Notwendige Untersuchungen an der Konstruktion wurden kurzfristig erforderlich. Was ist da bloß los? Laut Berichten sind es vor allem Mängel wie eine undichte Decke, eindringendes Wasser und bröckelnder Beton, die Anlass zur Sorge geben. Eindeutig keine gute Nachricht, wenn man bedenkt, dass sogar freiliegender, korrodierter Bewehrungsstahl entdeckt wurde. Einsturzgefahr? Ja, die drohte tatsächlich! Provisorische Abstützungen mussten her, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Stadt Köln hat bis jetzt kein genaues Schadensbild ermitteln können, was die Ängste der Anwohner nur verstärkt.

Ein Blick zurück zeigt, dass die Probleme nicht neu sind. Ein Gutachten aus dem Jahr 2011 empfahl bereits eine Sanierung und Abdichtung. Doch obwohl die Stadt, das Erzbistum Köln und private Eigentümer an der Tiefgarage beteiligt sind, wurde bis heute nichts unternommen. Das Parkhaus, das bis zur Schließung von Contipark betrieben wurde und 213 Stellplätze bot, ist nun ein Schatten seiner selbst. Im Jahr 2017 wurde ein Gutachter beauftragt, der ein Konzept 2020 vorlegte. Ein weiteres Gutachten im Oktober 2024 stellte fest, dass die Dauerhaftigkeit der Tiefgarage erheblich eingeschränkt ist. Dabei sind die Empfehlungen klar: Sofortige Instandsetzungsplanung und eine kurzfristige Sanierung sind dringend erforderlich.

Die Pläne der Stadt Köln

Die Stadt hat daraufhin gefährdete Bereiche mit 96 Baustützen abstützen lassen und diese später durch gemauerte Wände ersetzt. Doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Man plant, zunächst eine Projektsteuerung auszuschreiben, bevor die Sanierung überhaupt beginnen kann. Und das könnte frühestens 2029 der Fall sein! Ein Rückblick auf die finanziellen Mittel zeigt, dass die Stadt 2013 Rückstellungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro für die Sanierung gebildet hat, diese jedoch 2021 auflöste. Merkwürdig, nicht wahr? 2021 erklärte die Stadt zudem, die Sanierung der Feuchtigkeitsschäden sei abgeschlossen, obwohl weiterhin Probleme bestehen. Das Verständnis der Anwohner ist daher mehr als verständlich, wenn sie sich unsicher fühlen, während die Stadt keine Einsturzgefahr sieht.

Die halbjährlichen statischen Sichtprüfungen, die seit Ende 2024 durchgeführt werden sollten, wurden zuletzt im Herbst 2025 ausgesetzt. Doch die gute Nachricht? Es wurden seit der Sperrung keine neuen Schäden festgestellt. Auch wenn keine Sensoren zur Überwachung installiert wurden, gibt es zumindest keine neuen Meldungen von Problemen. Dennoch bleibt die Frage: Wie lange noch muss die Tiefgarage geschlossen bleiben? Der Zeitpunkt der Wiedereröffnung bleibt vorerst unbekannt. Die Stadt hat den betroffenen Wohn- und Teileigentümern bereits über das weitere Vorgehen informiert, und während der Untersuchungen sind die noch nutzbaren Parkplätze den Dauerparkern und Anwohnern vorbehalten.

Alternative Parkmöglichkeiten

Für alle, die dringend einen Parkplatz benötigen, gibt es einige Alternativen: Die Tiefgaragen Am Dom, Philharmonie, An Farina, Hauptbahnhof und Heumarkt stehen zur Verfügung. Doch die Frage bleibt, wie lange diese Situation noch andauern wird. Die Sorgen der Anwohner sind berechtigt, und die Stadt Köln steht unter Druck, endlich zu handeln. Die Tiefgarage Groß St. Martin ist nicht nur ein Parkplatz, sondern auch ein Teil der Kölner Infrastruktur, der dringend die nötige Aufmerksamkeit braucht.

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