Die Fußballwelt in Oberhausen steht momentan Kopf. Rot-Weiß Oberhausen (RWO) hat kürzlich ein 1:1-Unentschieden gegen den Bonner SC erreicht, was die Titelchancen spürbar minimiert hat. Trotz der schwachen Ergebnisse bleibt der Kampfgeist des Teams ungebrochen. Torschütze Ayman Aourir betont den Willen der Mannschaft, bis zum Saisonende alles zu geben. Trainer Sebastian Gunkel sieht noch rechnerische Chancen, Fortuna Köln, die am Wochenende möglicherweise Meister werden könnte, einzuholen. Allerdings beträgt der Rückstand bereits sieben Punkte und es stehen nur noch drei Spiele aus.
Die Personalsituation bei RWO ist angespannt. In Bonn saßen nur fünf Feldspieler auf der Bank, darunter drei U19-Spieler. Moritz Stoppelkamp, der über 90 Minuten spielte und ein Tor vorbereitete, war eine der wenigen Stützen im Kader. Die Stimmung im Team ist kämpferisch, auch wenn das Umfeld aufgrund der verpassten Aufstiegschancen zunehmend missmutig wird. Die Unsicherheit über die Teamzusammensetzung für die nächste Saison bleibt ein großes Thema, während interne Verantwortlichkeiten geklärt werden. Positiv ist, dass Kevin Kratzsch als Torwart in der kommenden Saison bleiben wird und Drew Murray sowie Alexander Mülling am Samstag wieder einsatzbereit sind.
Der Weg zur Drittliga-Lizenz
Ein weiterer bedeutender Schritt für RWO war die Einreichung der Unterlagen zur Bewerbung um die Zulassung zur 3. Liga beim DFB am 2. März. Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig betont, dass alle geforderten Dokumente rechtzeitig eingereicht wurden. Dies ist ein wichtiger Schritt im Zulassungsverfahren, das die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit der Klubs überprüft. Der DFB wird nach Prüfung der Unterlagen eine endgültige Entscheidung über die Lizenzerteilung treffen.
Mit 44 Punkten nach 23 absolvierten Partien in der Regionalliga steht RWO derzeit auf dem zweiten Rang, sechs Punkte hinter Fortuna Köln. Am kommenden Freitag wartet die U23 des FC Schalke 04 auf die Oberhausener im Stadion Niederrhein. Hier gilt es, den Glauben an die eigene Leistung nicht zu verlieren, so Gunkel, und an sich selbst zu glauben.
Blick in die Zukunft
Die Unsicherheit über die nächste Saison bleibt jedoch ein Thema. Tanju Öztürk wurde als Scout und Kaderplaner verpflichtet, um die Weichen für die kommende Spielzeit zu stellen. Die Stimmung im Kader ist kämpferisch, aber die äußeren Umstände drücken auf die Moral. Der DFB hat angekündigt, dass die Klubs voraussichtlich im April den ersten Bescheid über ihre wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit erhalten werden. Eine Einspruchsfrist von einer Woche besteht, falls Bedingungen zu erfüllen sind.
Das Teilnehmerfeld der 3. Liga für die Saison 2025/2026 wird spätestens im Juni feststehen. Die Kommunikation über die eigene Bewerbung liegt dabei in der Hand der Klubs. RWO hat sich gut vorbereitet und wird alles daran setzen, die Lizenz zu erhalten, um auch in der nächsten Saison auf dem großen Fußballparkett spielen zu können. Die Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen ist da, auch wenn der Weg dorthin steinig sein könnte.