Heute ist der 30.05.2026, und während wir in Köln die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen, gibt es auch im Amateurfußball spannende Neuigkeiten zu berichten. Die Fairness der Mannschaften am Mittelrhein wurde jüngst unter die Lupe genommen, und die Ergebnisse sind durchaus aufschlussreich. Spieler und Offizielle wurden auf die Probe gestellt, wenn es um die Frage der Fairness geht. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, wer sich als Vorbild erweist und wer eher auf der dunklen Seite des Spielfelds steht.
In der Mittelrheinliga sticht der TuS BW Königsdorf hervor. Mit einer Fairness-Quote von 1,71, die aus 42 gelben Karten, einer gelb-roten und einer roten Karte resultiert, belegen sie den ersten Platz in der Rangliste der fairsten Teams. Ebenfalls bemerkenswert ist der FV Bad Honnef aus der Landesliga 1, der mit einer Fairness-Quote von 1,76 nicht nur die Liga anführt, sondern auch in der Gesamtwertung einen hervorragenden zweiten Platz einnimmt. Rasensport Brand aus der Landesliga 2 komplettiert das Treppchen mit einer Fairness-Quote von 1,84.
Die unfairsten Mannschaften
Doch es gibt auch Schattenseiten im Kölner Amateurfußball, denn einige Teams scheinen die Fairnessregelungen nicht so ernst zu nehmen. Der TFC Köln ist mit einer Fairness-Quote von 5,25 ganz unten auf der Liste gelandet. 109 gelbe Karten, sechs gelb-rote und drei rote Karten sind da eine klare Ansage. Ähnlich sieht es bei RW Ahrem (5,38) und Schwarz-Weiß Köln (5,96) aus, die ebenfalls auf der Unfairness-Skala ganz oben stehen.
Die verschiedenen Ligen zeigen dabei ein interessantes Bild: In der Bezirksliga 1 beispielsweise liegt der TFC Köln nicht alleine auf dem letzten Platz, sondern teilt sich diesen mit dem TV Hoffnungsthal, während Schwarz-Weiß Köln die Liste der unfairsten Mannschaften anführt. Das ist schon ein bisschen peinlich, oder? Schaut man sich die Fairness-Quoten der Bezirksliga 3 an, erkennt man, dass RW Ahrem auch hier eine unglückliche Rolle spielt.
Der Einfluss von Fairness im Amateurfußball
Aber was bedeutet Fairness eigentlich im Kontext des Amateurfußballs? Eine interessante Untersuchung von Christian Gaum in der „German Journal of Exercise and Sport Research“ hat sich genau mit dieser Frage auseinandergesetzt. Die Studie, die sich mit einem mehrdimensionalen Fairnessbegriff beschäftigt, zeigt, dass die moralische Einstellung der Spieler unabhängig von verschiedenen Einflussfaktoren bleibt. In der Praxis trifft das auf viele Teams zu, die trotz ihrer Platzierung in der Tabelle eine positive Einstellung zum Fair Play an den Tag legen.
Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass ein faires Miteinander im Sport nicht nur eine Frage der Regelbefolgung ist, sondern auch tiefere soziale Werte reflektiert. Fairnessfördernde Maßnahmen könnten daher nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Erziehung junger Sportler eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Weg zu einer faireren Sportkultur ist es wichtig, den Wert fairen Wettkämpfens in der Ausbildung und Erziehung der Spieler zu vermitteln.
Der Fußball in Köln ist also mehr als nur ein Spiel – er ist ein Spiegelbild der Werte unserer Gesellschaft. Ob fair oder unfair, die Spiele bringen uns zusammen, und das zählt. Lassen wir uns überraschen, wie sich die Teams in der kommenden Saison entwickeln werden!