Der 90. Geburtstag von Manfred Kreuz, einem ehemaligen Fußballspieler des FC Schalke 04, hat die Herzen vieler Fans und Weggefährten berührt. Er wurde 1954 von Ernst Kuzorra und Edi Frühwirth entdeckt und spielte zunächst für den SC Hassel, während er eine Lehre beim Finanzamt Gelsenkirchen Nord absolvierte. Am 1. Juli 1956 wechselte Kreuz zum FC Schalke 04, wo er eine monatliche Vergütung von 80 D-Mark erhielt. Sein Weg zur Glückauf-Kampfbahn führte ihn oft mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad. Trainer Edi Frühwirth erkannte Kreuz‘ Potenzial und gab ihm wertvolle Ernährungstipps, die ihm halfen, erfolgreich Gewicht zu reduzieren.
Kreuz war ein wichtiger Teil des Schalker Teams, das 1958 die Deutsche Meisterschaft gewann. Im Endspiel gegen den Hamburger SV erzielte er das dritte Tor, was zum 3:0-Sieg beitrug. In der Bundesliga-Saison 1963/1964 belegte Schalke den achten Platz. Ein Jahr später stieg die Mannschaft als Tabellenletzter ab, konnte sich jedoch durch einen juristischen Trick in der Liga halten. Trainer Fritz Langner formte das Team neu, und Kreuz spielte eine zentrale Rolle im Klassenerhalt 1966. Seine aktive Karriere beendete er 1968 mit 32 Jahren und hatte insgesamt 135 Partien in der Oberliga sowie 83 Bundesliga-Spiele absolviert. Auch nach seiner Karriere blieb Kreuz dem Fußball treu, engagierte sich als Trainer der Amateure und Mitglied im Ehrenrat des Vereins. Er feierte kürzlich seinen 90. Geburtstag, und der FC Schalke 04 gratulierte ihm herzlich. Mehr Informationen zu seinem Lebensweg finden Sie hier.
Karrierehöhepunkte und persönliche Erlebnisse
Manfred Kreuz begann seine Karriere beim SC Hassel, bevor er 1956 zu Schalke 04 wechselte. Sein Debüt gab er am 2. September 1956 in der Oberliga gegen den VfL Bochum, und in der Saison 1956/57 erzielte er in 15 Ligaspielen sieben Tore, was zur vierten Platzierung von Schalke beitrug. In der darauffolgenden Saison 1957/58 war Kreuz mit 13 Toren in 25 Oberligaeinsätzen maßgeblich am Gewinn der Meisterschaft beteiligt. In der Endrunde 1958 erzielte er drei Tore in den Gruppenspielen gegen Tennis Borussia Berlin und den Karlsruher SC. Der Sieg im Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den Hamburger SV bleibt unvergessen, da Kreuz das dritte Tor erzielte und damit zur triumphalen Feier beitrug.
Seine Zeit in der Bundesliga begann am 24. August 1963, als er gegen den VfB Stuttgart sein Debüt feierte. Insgesamt kam er in der Bundesliga auf 83 Einsätze mit 16 Toren. Leider war seine Karriere durch Verletzungen geprägt, und nach einer Meniskusoperation beendete er 1968 seine aktive Laufbahn. Trotz seiner Erfolge blieb Kreuz jedoch nie A-Nationalspieler, obwohl er zu einem B-Länderspiel eingeladen wurde. Sein Lebenswandel könnte möglicherweise eine Rolle bei dieser Entscheidung gespielt haben. Weitere Details zu seiner Karriere finden Sie hier.
Ein Blick auf die Meisterschaft 1958
Die Deutsche Meisterschaft von Schalke 04 im Jahr 1958 war ein bedeutendes Ereignis in der Vereinsgeschichte. Am 18. Mai 1958 wurde Schalke Deutscher Meister, und die Mannschaft hatte zuvor in der Endrunde beeindruckende 19:1 Tore erzielt, beinahe den Rekord von 19:0 des Düsseldorfer Rivalen von 1933. Kapitän Berni Klodt, der als die Seele der Mannschaft gilt, erzielte im Endspiel gegen den Hamburger SV zwei Tore, während Manfred Kreuz das dritte Tor zum 3:0-Sieg beitrug. Diese Meisterschaft war nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Moment des kollektiven Feierns für die Schalker Fans, die die Meisterfeier mit etwa 250.000 Menschen zelebrierten. Konrad Adenauer gratulierte dem Verein sogar per Telegramm. Weitere Informationen zu diesem denkwürdigen Tag finden Sie hier.