Tanzend in den Höhen: Wie die „Owls on rail“ einen Weltrekord im Line Dance aufstellten
Es war ein Wochenende, das nicht nur die Beine zum Wackeln brachte, sondern auch die Herzen höher schlagen ließ. Denise Dembeck aus Köln, die erst seit neun Monaten dem Line Dance verfallen ist, und ihre Tanzgruppe „Owls on rail“ reisten im Juni nach Kaprun, Österreich. Dort fand ein spektakuläres Festival statt, das in die Geschichtsbücher der Line Dance-Welt eingehen sollte. Auf einer atemberaubenden Höhe von über 2.000 Metern, mit Blick auf den glitzernden Zeller See, begaben sich die Teilnehmer auf ein Abenteuer, das sie so schnell nicht vergessen werden.
Die „Owls on rail“, eine bunte Truppe aus Tänzern, die seit bis zu zwei Jahren gemeinsam das Tanzbein schwingen, suchten nach neuen Herausforderungen und fanden sie in diesem Weltrekordversuch. Bei Temperaturen von bis zu 26 Grad – und das mitten im Hochgebirge – wurde die Atmosphäre zum Leben erweckt. Für Denise war es das erste Festival, und sie beschreibt die Stimmung als einfach „besonders“. Die Gruppe hatte nicht nur das Vergnügen, mit einer Berliner Tanzgruppe zu tanzen, sondern traf auch Bekannte aus der Region. Ein Gefühl von Gemeinschaft, das man nur selten erlebt.
Ein Weltrekord wird aufgestellt
Der Höhepunkt des Festivals war der Versuch, den Weltrekord für den „höchstgelegenen Country & Western Line Dance Workshop“ aufzustellen. Insgesamt registrierten sich 960 Teilnehmer aus mehreren Ländern wie Österreich, Italien und Ungarn. Die strengen Vorgaben waren klar: Lange Jeans, Boots und Cowboyhut – das volle Country-Programm. Und dann kam der große Moment: Die Choreografie wurde erst eine halbe Stunde vor dem Auftritt in einem Workshop vorgestellt. Das sorgte für ein wenig Nervosität, aber auch für jede Menge Adrenalin.
Die Gruppe tanzte synchron und fehlerfrei vor einer Fachjury – und tatsächlich, sie stellten einen neuen Weltrekord auf! Die Freude war riesig, ein unvergesslicher Moment, der mit Musik von Live-Bands wie Silver Highway und DJ EagleEye Jimmy bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Die Teilnehmer genossen das musikalische Rahmenprogramm, während sie sich auf die nächsten Schritte vorbereiteten. Es war mehr als nur ein Tanz; es war eine Feier der Leidenschaft für den Line Dance.
Ein Festival voller Emotionen
Die organisatorischen Herausforderungen waren nicht zu unterschätzen. Der Transport von fast 1.000 Tänzern mit Bergbahnen zur Schmittenhöhe war eine logistische Meisterleistung. Doch die Mühe lohnte sich. Die Atmosphäre war trotz der Hitze von über 30 Grad positiv und voller Energie. Der zentrale Veranstaltungsort, ein Festzelt am Maiskogel-Parkplatz, wurde zum Treffpunkt für alle Tanzbegeisterten. Am Sonntag marschierten alle Teilnehmer gemeinsam ein – ein Bild, das im Gedächtnis bleibt.
Denise und ihre Freunde werden von diesem Wochenende sicherlich noch lange erzählen. Es war nicht nur ein Tanz, sondern eine Erfahrung voller unvergesslicher Eindrücke, Musik und Gemeinschaft. Und während sich die Vorfreude auf das nächste Line Dance AlpFestival, das 2027 stattfinden soll, bereits breitmacht, bleibt der Moment des Weltrekordversuchs für alle Beteiligten ein Highlight, das in den Herzen weiterlebt.
