Die GAG Immobilien AG, als Kölns größte Vermieterin, hat im Jahr 2025 erneut beeindruckende Zahlen vorgelegt. Mit einem Gewinn von 39,9 Millionen Euro und einer Gesamtheit von 46.279 Wohnungen (Stand: 31. Dezember 2025) bleibt das Unternehmen ein zentraler Akteur auf dem Wohnungsmarkt der Domstadt. Wer hätte gedacht, dass trotz der Fertigstellung von 328 neuen Wohnungen die Anzahl der Wohnungen insgesamt um 114 stieg? Der Grund: Alte, nicht mehr zeitgemäße Bestände werden abgerissen, um Platz für Neues zu schaffen.
Im Rahmen von Neubauprojekten entstehen in verschiedenen Stadtteilen attraktive Wohnmöglichkeiten. In Mülheim etwa sind 40 neue Wohnungen geplant, die eine um 50% größere Wohnfläche bieten. Auch in der Wiesdorfer Straße in Stammheim werden 25 neue Einheiten errichtet, während im „Baufeld 12“ in Kalk stolze 108 Wohnungen entstehen. Raderberg kann sich auf 211 neue Wohnungen im Wohnblock „Secht M“ freuen. Fazit: Die GAG ist gefordert, und sie liefert!
Modernisierung und Neubau in Kalk
Besonders aktiv ist die GAG seit vielen Jahren im Stadtteil Kalk. Hier zeigt sich, dass die Gebäude oft nicht mehr den aktuellen Wohnstandards entsprechen. Deshalb werden viele Bestandsbauten modernisiert oder durch Neubauten ersetzt. Das Ziel? Qualitativ hochwertige, bedarfsgerechte Wohnungen zu schaffen, die gleichzeitig bezahlbar bleiben. Bis 2029 sollen insgesamt rund 670 Wohnungen in Kalk durch diese Maßnahmen entstehen.
Ein Paradebeispiel dafür ist das Baufeld 12, wo vorhandene Wohnungen durch Neubauten ersetzt werden. Hier entstehen etwa 107 überwiegend öffentlich geförderte Wohnungen, darunter auch rollstuhlgerechte Einheiten und eine Großtagespflege für Kinder. Die neu geschaffene Wohnfläche wächst um mehr als 2.000 m² im Vergleich zum alten Bestand. Rund die Hälfte der Wohnungen in diesem Baufeld wurde bereits im letzten Jahr fertiggestellt.
Investitionen und Dividenden
Der Vorstand der GAG hat auch in 2025 kräftig investiert – insgesamt 166 Millionen Euro flossen in die Projekte. Das sind zwar weniger als die 185 Millionen Euro im Jahr zuvor, aber das Unternehmen bleibt ambitioniert. Ein Teil des Gewinns, 16 Millionen Euro, soll als Dividende ausgeschüttet werden. Das entspricht 1 Euro pro Aktie, was eine Verdopplung der Dividende von 50 Cent bedeutet. Allerdings äußerte Anne Keilholz Bedenken, ob diese Ausschüttung nicht zulasten des Wohnungsbaus geht.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Stadt Köln über 88% der Anteile an der GAG hält. Das bedeutet, dass der Großteil der Ausschüttung direkt in die Stadtkasse fließt, die dann für vielfältige Projekte in der Stadt genutzt werden kann. Das ist ein spannendes Zusammenspiel zwischen privatem und öffentlichem Sektor.
Förderung durch das Land NRW
Ebenfalls erwähnenswert ist die Unterstützung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die zwei Wohnungsbauprojekte in Köln mit insgesamt rund 28 Millionen Euro fördert. Dies wurde am 23. Januar 2025 durch Ministerin Ina Scharrenbach und Beigeordneten Markus Greitemann bekanntgegeben. Die GAG erhält einen Großteil dieser Förderung für ein Projekt am Ossendorfer Weg, wo 150 neue Wohneinheiten entstehen sollen, von denen 101 öffentlich gefördert sind. Ein weiterer Schritt, um den angespannten Wohnungsmarkt in Köln zu entlasten und soziale Stadtentwicklung voranzutreiben.
In der Summe zeigt sich, dass die GAG trotz der Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt nicht nur die Zahlen im Griff hat, sondern auch aktiv an einer zukunftsfähigen Wohnraumentwicklung arbeitet. Köln bleibt eine Stadt im Wandel, und die GAG spielt dabei eine nicht unbedeutende Rolle. Egal ob Neubauten oder Modernisierungen – hier wird mit Herz und Verstand für die Menschen in Köln geplant und gebaut. Und das ist doch eine gute Sache, oder?