Tanzende Herzen: Wie Breakdance und Hip-Hop Kinder in Porz stärken
In Porz, wo die Kölner Veedel ihren ganz eigenen Charme versprühen, gab es kürzlich einen Abschlussnachmittag, der die Herzen der Teilnehmer höher schlagen ließ. Ein einjähriges Grundschulprojekt im Jugendzentrum Glashütte ging zu Ende, und die Kinder zeigten beeindruckende Erfolge. Sie hatten sich in den letzten Monaten in künstlerischen Aktivitäten wie Graffiti, Breakdance und Hip-Hop ausprobiert, und das Ergebnis war mehr als nur eine kleine Show – es war ein Fest der Kreativität und des Miteinanders!
Unter der Leitung von Don-Tanju Schneider, einem talentierten Breakdancer des Vereins Kultur-Horizont Porz, erlebten die 120 Kinder aus drei Grundschulen – der Hauptschule Hauptstraße, der Friedrich-Liszt-Schule in Gremberghoven und der Konrad-Adenauer-Schule in Finkenberg – eine Zeit voller Spaß und Bewegung. Die Veranstaltung wurde unterstützt von „Ein Herz lacht“ und dem Bürgerverein Porz-Mitte, die erkannt haben, wie wichtig solche Projekte für Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mit schwierigen Startbedingungen sind. Hier wurde nicht nur getanzt, sondern auch Respekt und Teamarbeit gefördert – Werte, die in der heutigen Zeit wichtiger denn je sind.
Bewegung in jedem Alter
Das Konzept des Tanzprojekts hat sich als äußerst effektiv erwiesen, denn es spricht nicht nur Grundschüler an. Auch die Kleinsten, Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, dürfen sich über Breakdance freuen! In einer Kita findet einmal pro Woche ein Breakdance-Kurs statt, der aus vier Einheiten à 30 Minuten besteht. Dabei werden die Kleinen zu Pop-, Funk- und Hip-Hop-Musik animiert, und der Tanzlehrer bringt ihnen die ersten Figuren bei. Hier geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch darum, die Koordination und das Rhythmusgefühl zu schulen – und das mit einer Leichtigkeit, die die Kinder zum Strahlen bringt!
Die Freude am Tanzen und die Möglichkeit, eigene „Moves“ auszuprobieren, stärken das Selbstbewusstsein der Kinder. Bei Weihnachtsfeiern oder Sommerfesten präsentieren sie kleine Choreografien, was nicht nur das Gruppengefühl stärkt, sondern auch soziale Kompetenzen fördert. Wer hätte gedacht, dass ein bisschen Bewegung so viel bewirken kann? Tatsächlich ist es ein Ansatz, der gerade in diesen Zeiten – nach der Corona-Pandemie, die viele Kinder stark betroffen hat – neue Möglichkeiten schafft, um das Miteinander zu fördern.
Tanzprojekte für mehr Chancen
Solche Initiativen sind wertvoll, und sie stehen im Einklang mit dem Ziel von ChanceTanz, das lokale Projektvorhaben für Kinder und Jugendliche unterstützt. Hier wird unter professioneller Leitung von Tanzkünstler:innen und Pädagog:innen ein tänzerisch-kreativer Prozess ermöglicht, der die Teilnehmer aktiv einbezieht. Die Ergebnisse solcher Projekte werden oft präsentiert, und das ist nicht nur eine Feier des Erreichten, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die Kinder, ihre Fortschritte zu zeigen.
Die Projekte sind vielfältig – von kurzen Tanz-Splittern bis hin zu intensiven Sonderprojekten, die bis zu 100 Stunden dauern. Dabei wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen der Kinder eingegangen, und auch die Eltern dürfen aktiv mitwirken. So entstehen nicht nur Tanzgruppen, sondern auch Gemeinschaften, die weit über die Tanzfläche hinausgehen.
Die Nachfrage nach solchen Angeboten, besonders in sozialen Brennpunkten, steigt stetig. Marco Morschel vom Verein „Ein Herz lacht“ hat dies deutlich betont: Es besteht ein hoher Bedarf, um das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Auch Schulen wie die KGS Kupfergasse und die Max-Planck-Realschule zeigen bereits Interesse an solchen Projekten. Die Vorfreude auf die nächsten Schritte ist überall spürbar, und weitere Sponsoren werden gesucht, um die tolle Arbeit fortzuführen.
