Heute ist der 3.05.2026 und wir befinden uns in Poll, einem der charmanten Stadtteile von Köln, wo der Rhein über 13 Kilometer durch den Bezirk Porz fließt. Der Leinpfad, ein beliebter Rad- und Spazierweg, erstreckt sich entlang der reizvollen Uferlandschaft und führt die Besucher durch die malerischen Rheinorte Langel, Zündorf, Porz, Ensen, Westhoven und Poll. Hier, wo die Wellen sanft an die Ufer plätschern und die Luft nach frischem Wasser riecht, gibt es jedoch ein heiß diskutiertes Thema: Ortsteilschilder, die die Grenzen dieser idyllischen Orte markieren sollen.

Eine Initiative des Bürgervereins Porz/Poll hat sich zum Ziel gesetzt, entlang des Leinpfades Hinweistafeln aufzustellen. Diese sollen den Radfahrern und Spaziergängern die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Rheinorten verdeutlichen. Schließlich gibt es für Autofahrer ja auch klare Schilder, die sie über Ortsgrenzen informieren. Komischerweise fehlt es aber den Fußgängern und Radfahrern an solchen Orientierungshilfen. Eine merkwürdige Ungerechtigkeit, wie viele Anwohner finden!

Ein Antrag, viele Hürden

Der Vorschlag zur Aufstellung dieser Schilder fand im Dezember 2024 überparteiliche Unterstützung in der Bezirksvertretung und wurde an die Verwaltung weitergeleitet. Der Mobilitätsausschuss des Rates gab sogar den Auftrag, eine Lösung zu prüfen. Die Bürgervereine waren bereit, die Kosten für die Schilder selbst zu tragen. Doch im März 2025 kam die ernüchternde Antwort: Das Dezernat III der Kölner Verwaltung lehnte das Vorhaben ab. Die Begründung war, dass der Leinpfad kein für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr freigegebener Straßenraum sei, weshalb verkehrsähnliche Beschilderungen nicht erforderlich seien. Ein bisschen frustrierend, oder?

Hinzu kommt, dass die Stadt auf rechtliche Hürden und Eigentumsfragen verwies, da Teile der Flächen nicht im Besitz der Stadt sind. Das ließ die Bürgervereine nicht ruhen. Sie erinnerten sich an erfolgreiche Beispiele aus Nachbarkommunen, wo ähnliche Projekte ohne große Probleme umgesetzt wurden. Simin Fakhim-Haschemi, die Sprecherin der Vernetzung, betonte die Bedeutung der Schilder für die Porzer Identität. „Es geht nicht nur um Schilder. Es geht um unser Zuhause“, so ihre Worte.

Der Weg nach vorn

Die Bürgervereine sind mit der Ablehnung der Stadtverwaltung unzufrieden und planen, das Thema erneut auf höherer politischer Ebene zur Diskussion zu stellen. Das Gefühl, dass es hier um mehr als nur um Schilder geht, schwingt in der Luft. Es geht um Identität, um Gemeinschaft und darum, den Rhein als Lebensraum für alle zu gestalten. Vielleicht, nur vielleicht, wird die Stimme der Anwohner Gehör finden und die Schilder werden doch noch Realität. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht. Wer weiß, vielleicht wird der Leinpfad bald nicht nur von Radfahrern und Spaziergängern, sondern auch von den Schildern geschmückt, die die Grenzen der Rheinorte klar markieren.

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