Am 1. September 2026 wird Dominik Grässlin die Kaplanstelle der Münstergemeinde St. Martin und der Gemeinde St. Petrus in Bonn übernehmen. Ein Schritt, der für ihn nicht nur beruflich, sondern auch persönlich von großer Bedeutung ist. „Ich freue mich sehr über die Rückkehr nach Bonn“, gesteht er, wo er während seiner Studienzeit prägende Erfahrungen gesammelt hat. Vor allem die Förderung der Jugendarbeit, die ihm am Herzen liegt, wird ein zentraler Aspekt seiner neuen Tätigkeit sein. Hier hat er die Aufgabe, die bereits von seinem Vorgänger, Kaplan Jasper, ins Leben gerufenen Projekte am EKKO und in der Bonner Innenstadt fortzuführen. Das klingt doch nach einer echten Herausforderung!
Die Bekanntgabe seiner neuen Rolle erfolgte durch das Katholische Stadtdekanat Bonn, und Bonner Stadtdechant Msgr. Markus Hofmann zeigte sich erfreut über die schnelle Nachbesetzung der Kaplanstelle nach dem Weggang von Christian Jasper. Jasper, der seit September 2020 als Stadtjugendseelsorger in Bonn tätig war, hat viel bewegt und wird sicher in guter Erinnerung bleiben. Grässlin wird auch die Junge Messe am Sonntagabend regelmäßig feiern – ein Event, das vielen Jugendlichen eine wichtige Plattform bietet. Wenn das kein Grund zur Freude ist!
Ein Blick auf den Werdegang von Dominik Grässlin
1993 in Kappeln an der Ostsee geboren, hat Dominik Grässlin schon früh seine Leidenschaft für die Theologie entdeckt. Sein Abitur legte er 2011 in Jever/Friesland ab und wurde wenig später als Priesterkandidat für das Erzbistum Köln ins Collegium Albertinum aufgenommen. Hier begann sein Weg in die Welt der katholischen Kirche. Während seines Studiums in Bonn und Mainz hat er die Grundlagen gelegt, die ihn schließlich 2021 zur Diakonatsweihe und im Juni 2022 zur Priesterweihe führten. Seither ist er Kaplan an den Kölner Pfarreien Hl. Franz von Assisi und St. Marien und hat seit Dezember 2024 auch Verantwortung in St. Engelbert und St. Bonifatius übernommen.
Die Jugendarbeit, die eine Herzensangelegenheit für Grässlin ist, wird von den regionalen Jugendseelsorgern koordiniert. In Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Euskirchen gibt es spezielle jugendpastorale Zentren, die als Anlauf- und Begegnungsstätten für junge Menschen dienen. EKKO am Bonner Münster ist ein solches Zentrum, das durch seine vielseitigen Angebote, darunter auch „Aktivreisen“, besticht. Die Stadt- und Kreisjugendseelsorge will junge Menschen dazu anregen, die tiefere Dimension des Lebens zu erkunden und persönliche Begegnungen zu schaffen, ohne dabei fertige Antworten zu liefern.
Ein Abschied und ein Neuanfang
Christian Jasper, der die Jugendarbeit in Bonn maßgeblich geprägt hat, wird in der Gemeinde fehlen. Er hat nicht nur als Stadtjugendseelsorger gewirkt, sondern auch als Präses des BDKJ-Stadtverbandes und im Bonner Sendungsraum Innenstadt, wo er auch die Münster-Pfarrei St. Martin übergangsweise verwaltet hat. Seine Wurzeln als Messdiener und seine Jurastudienzeit in Köln haben sicherlich dazu beigetragen, dass er sich für die Priesterlaufbahn entschieden hat. Denn während seines Theologiestudiums im Collegium Albertinum kam der entscheidende Wendepunkt: der Entschluss, Priester zu werden. Nach seiner Priesterweihe im Kölner Dom durch Erzbischof Rainer Kardinal Woelki begann er seine erste Tätigkeit in Düsseldorf mit dem Fokus auf Jugendarbeit.
Mit Grässlin an der Spitze wird die Jugendarbeit in Bonn sicherlich eine neue Dynamik erfahren. Es bleibt spannend, wie er die Traditionen und Projekte seines Vorgängers weiterführen und möglicherweise neue Impulse setzen wird. Der Einführungsgottesdienst am 6. September um 18 Uhr in der Münsterbasilika wird ein schöner Rahmen sein, um ihn willkommen zu heißen. Ein neuer Abschnitt beginnt, und die Vorfreude auf das, was kommt, ist spürbar!