In Libur, einem beschaulichen Ort, wo jeder jeden kennt, gibt es eine ganz besondere Geschichte. Christian Gawenda, ein Seelsorger mit Herz, hat sich auf den Weg gemacht, um Priester zu werden. Nach 34 Jahren als Ständiger Diakon und unzähligen Begegnungen mit den Menschen seiner Gemeinde hat er diesen Schritt nicht leichtfertig gewählt. Vor 20 Jahren hat er mit seiner Familie in Libur Wurzeln geschlagen. Das alte Pfarrhaus wurde zum Zuhause, in dem er mit seiner Frau Therese, die vor anderthalb Jahren an Krebs verstarb, viele schöne Erinnerungen sammelte. Ihr Verlust war für ihn eine prägende Erfahrung, die ihn in seinen Entscheidungen begleitet.
Gawenda ist bekannt für seine Herzlichkeit. Die Menschen schätzen seinen engen Kontakt zur Gemeinde. Er hat stets ein offenes Ohr und hilft, wo er kann. Ob in der Jugendarbeit oder als Messdiener – sein Engagement für die Kirche ist tief verwurzelt. Und nun, nachdem ein innerer Impuls ihn dazu bewegt hat, plant er, am Herz Jesu-Fest 2026 im Kölner Dom zum Priester geweiht zu werden. Ein Gespräch mit Kardinal Woelki brachte ihn in die Reihe der Weihekandidaten. Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor, und so wird er ab September in einem neuen Pastoralteam arbeiten, was bedeutet, dass er Libur verlässt.
Die Kraft der Seelsorge
Seelsorge hat viele Gesichter. Gawenda ist nicht allein in seinem Engagement; die evangelische Kirche hat ebenfalls die Bedeutung von Seelsorgern hervorgehoben. Besonders in Krisensituationen ist ihre persönliche und verlässliche Erreichbarkeit von unschätzbarem Wert. Die Synode der EKD hat sogar einen Leitsatz zur Seelsorge als Zukunftsperspektive verabschiedet. Egal, ob es um Altenpflegeheimseelsorge, Unterstützung für Studierende oder gar Feuerwehrseelsorge geht – die Vielfalt ist beeindruckend. Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem Seelsorge nicht eine Rolle spielt.
Die verschiedenen Formen der Seelsorge bieten nicht nur Trost, sondern auch Begleitung in herausfordernden Zeiten. Ob es sich um Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion handelt, die Unterstützung brauchen, oder um kranke Kinder, die während ihres Krankenhausaufenthalts eine helfende Hand benötigen – die Vielfalt der Seelsorgeleistungen ist ein Lichtblick in der heutigen Zeit. Gawenda wird sicherlich von diesen Erfahrungen profitieren und seine eigenen Geschichten weitergeben, während er neue Wege geht.
Die bevorstehende Priesterweihe ist nicht nur ein persönlicher Höhepunkt für Christian Gawenda, sondern auch ein bedeutendes Ereignis für die Gemeinde in Libur. Seine Entschlossenheit, anderen von seinen Erfahrungen zu berichten und seinen Glauben als Gnade und Geschenk weiterzugeben, wird bestimmt viele Menschen inspirieren. Ein neuer Abschnitt beginnt, und die Menschen in Libur werden sicher einen besonderen Platz in seinem Herzen behalten.