In der Nacht zum Donnerstag, dem 28. Mai, war die Autobahn 4 zwischen Elsdorf und der Anschlussstelle Merzenich Schauplatz eines heftigen Lkw-Unfalls. Um 2:15 Uhr krachte ein Lkw in die Betonschrammwand, und das Chaos nahm seinen Lauf. Die Strecke in Richtung Aachen ist seither komplett gesperrt – und da kann man nur von Glück sprechen, dass der Fahrer unverletzt blieb. Momentan fließt der Verkehr in die Gegenrichtung Köln nur über einen Fahrstreifen, was die Situation nicht gerade entspannt. Die Auswirkungen sind nicht zu übersehen: Ein Stau von sieben Kilometern Länge hat sich gebildet und Verkehrsteilnehmende müssen mit über einer Stunde Verzögerung rechnen.
Besonders ärgerlich ist, dass der Unfall im neu eingerichteten Baustellenbereich passierte. Diese Baustelle wurde erst einen Tag zuvor, am 27. Mai, eingerichtet. In diesem Bereich steht den Fahrzeugen nur ein Fahrstreifen in Richtung Aachen zur Verfügung, und das hat offensichtlich seine Tücken. Zudem trat im rechten Fahrstreifen ein massiver Fahrbahnschaden auf, was die Bergungsarbeiten zusätzlich erschwert. Derzeit laufen diese Arbeiten, und der Wiederaufbau der mobilen Schutzeinrichtung ist ebenfalls erforderlich. Die Autofahrer müssen sich also auf längere Wartezeiten einstellen, während die Unfallaufnahme und die Bergung des Lkw noch andauern.
Ein Blick auf die Verkehrsinfrastruktur
Verkehrsstatistiken sind in Deutschland ein ernstes Thema. Das Standardwerk „Verkehr in Zahlen“ (ViZ), welches seit über 50 Jahren erscheint, bietet interessante Einblicke in die Mobilität und Verkehrssituation im Land. Auf rund 380 Seiten werden aktuelle Zahlen und Zeitreihen präsentiert, die unter anderem auch Daten zu Unfällen und Verkehrsaufkommen beinhalten. Wer hätte gedacht, dass solch eine umfangreiche Sammlung an Informationen jährlich vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) herausgegeben wird? Das ist fast schon wie ein Nachschlagewerk für Verkehrsanalyse-Fans!
Die inhaltliche Bearbeitung erfolgt alle fünf Jahre durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), während das Layout vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gestaltet wird. Wer sich für die Taschenbuchausgabe interessiert, muss allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen, während die aktuellen Ausgaben im PDF- und Excel-Format kostenlos heruntergeladen werden können. Ein guter Grund, sich mal näher mit den Zahlen auseinanderzusetzen, die unseren Straßenverkehr prägen.