Heute ist der 12. Mai 2026, und während wir hier in Köln gemütlich unseren Alltag leben, gibt es in Wiesbaden-Erbenheim eine Geschichte, die uns alle betrifft. Bei Sondierungsarbeiten für Straßenbauprojekte wurde eine 500-Kilo-Weltkriegsbombe entdeckt. Ein Fund, der Erinnerungen weckt und uns zeigt, dass die Schatten der Vergangenheit manchmal ganz schön nah kommen können.
Die Bombe wurde in der Nähe der Bundesstraße B455, an der Zufahrt zur Lucius D. Clay Kaserne, gefunden. Ein eher unscheinbarer Ort, der plötzlich zum Schauplatz eines sicherheitstechnischen Großereignisses wird. Heute um 11:00 Uhr soll die Bombe entschärft oder kontrolliert gesprengt werden. Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, ist ein Evakuierungsradius von rund 700 Metern notwendig – bis Mittwochfrüh, 9:00 Uhr. Die gute Nachricht ist, dass nur etwa 50 Einwohner betroffen sind, denn der Fundort liegt auf freiem Feld.
Verkehrsbehinderungen und Evakuierung
Doch trotz der geringen Zahl an Betroffenen wird es ernst. Straßen, Feldwege und Bahnstrecken im Evakuierungsbereich werden gesperrt. Dazu gehört auch die A66 zwischen Wiesbaden-Erbenheim und Nordenstadt sowie die Bundesstraße B455 zwischen Wiesbaden und Mainz. Besonders die A66 wird ab 10:30 Uhr für den Verkehr gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen kann. Die Region kämpft ohnehin schon mit Reparaturen an der A671 bei Hochheim – das wird eine Herausforderung für die Pendler!
Bürger, die Fragen zur Evakuierung haben, werden gebeten, das Bürgertelefon unter (0611) 318080 zu kontaktieren. Bitte nicht die Notrufnummern 112 oder 110 anrufen, das macht es nur komplizierter. Das Bürgertelefon ist heute Abend von 20:45 bis Mitternacht und morgen ab 7:00 Uhr für alle erreichbar. Für die Menschen, die keine Unterkunft außerhalb der Sperrzone haben, wurde eine Betreuungsstelle in der Johanniter Rettungswache, Wiesbadener Landstraße 80-82, in Amöneburg eingerichtet. Das klingt vielleicht nach einem kleinen Abenteuer, aber sicher ist das für viele auch ein großes Unbehagen.
Koordination der Einsatzkräfte
Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Kampfmittelräumdienst sind bereits vor Ort, um alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Die Bombe ist gesichert und bewacht – das sorgt hoffentlich für ein wenig mehr Ruhe im Chaos. Es wird mit Verkehrsbehinderungen gerechnet, vor allem auf der A66, aber auch im Busverkehr kann es zu minimalen Einschränkungen kommen. Also, liebe Kölner, plant eure Fahrten nach Wiesbaden besser gut im Voraus!
Weitere Informationen sind auf der Website wiesbaden.de/krisenfall zu finden. Wer also in der Nähe von Wiesbaden ist oder dort hinreisen möchte, sollte unbedingt die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten. Man weiß ja nie, wann die Geschichte der Vergangenheit wieder vor die Tür klopft. Hoffen wir, dass alles gut geht und die Bombe bald entschärft ist – ohne weitere Zwischenfälle. Bis dahin bleibt gesund und munter!