Unter Kölner Straßen: Technik, die im Verborgenen wirkt
Wenn man durch Köln-Niehl schlendert, könnte man meinen, es gehe hier ganz ruhig zu. Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig – und das nicht nur im wörtlichen Sinn! Gerade wurden zwei anspruchsvolle Großvortriebe beim Rheindüker Köln erfolgreich abgeschlossen. Dies geschah zwischen Köln-Niehl und Köln-Stammheim, und die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) gaben den Auftrag an die Sonntag Baugesellschaft mbH. Wer hätte gedacht, dass sich unter den Füßen der Kölner so viel technische Raffinesse verbirgt?
Die eingesetzte Messtechnik zur Fugenüberwachung, installiert und betreut von ILM Tunneltechnik, sorgt dafür, dass alles rund läuft – oder in diesem Fall, alles gerade und stabil bleibt. Die statische Vortriebsbegleitung wurde von der Stein Ingenieure GmbH mittels der Online-Überwachung mit CoJack realisiert. CoJack? Ja, das ist das Kontrollinstrument, das dazu beiträgt, die Überbeanspruchung der Vortriebsrohre zu verhindern. Man kann sagen, dass hier die Technik auf die Menschheit trifft, um sicherzustellen, dass alles nach Plan verläuft.
Die technischen Details, die faszinieren
Die beiden Rohrvortriebe umfassten eine Länge von etwa 940 Metern und verwendeten beeindruckende 4 Meter lange Stahlbetonrohre. Dabei war der Durchmesser der Rohre nicht ohne: Vortrieb 1 hatte einen Rohrdurchmesser von DN 3200 und DA 4000, während Vortrieb 2 mit DN 2000 und DA 2500 aufwartete. Um die Kräfte gleichmäßig zu verteilen und die Durchführung zu kontrollieren, wurden jeweils sieben Zwischenpressstationen eingesetzt. Das klingt nach einem ziemlichen Aufwand, nicht wahr? Aber wenn man bedenkt, dass die Strecke eine Abfolge von Geraden, Kreis- und Raumbögen mit Radien zwischen 1.650 und 2.000 Metern beinhaltet, wird klar, dass hier Präzision gefragt war.
Die statische Bewertung der Vortriebe war ebenfalls erfreulich: Der zulässige Grenzwert von 22,4 mm für Vortrieb 1 und 16,3 mm für Vortrieb 2 wurde eingehalten. Das ist, gelinde gesagt, bemerkenswert! Die Druckkräfte blieben auf einem unkritischen Niveau, und man kann mit gutem Gewissen sagen, dass die Vortriebsrohre zu keinem Zeitpunkt überbeansprucht wurden. Das ist ein echter Grund zur Freude für alle Beteiligten!
Ein Blick auf den Mikrotunnelbau
Solche Projekte sind nicht nur für Köln von Bedeutung. Global gesehen ist die STRABAG ein Spitzenreiter im Rohrvortriebs- und Mikrotunnelbau. Mit über 250 km begehbaren Rohrleitungen und mehr als 150 Tunnel in Deckelbauweise hat das Unternehmen eine Menge Erfahrung gesammelt. Dank dieser Technologien reduziert sich der gesellschaftliche und umweltrelevante Einfluss im Vergleich zu konventionellen Bauweisen erheblich. Man könnte fast sagen, dass der Mikrotunnelbau die Umwelt schont, während er gleichzeitig die Effizienz steigert.
Wusstest du, dass diese Techniken in vielen Ländern, auch in Asien und Europa, zum Einsatz kommen? STRABAG bietet dabei Komplettlösungen an, die sowohl Produkte als auch technisches Know-how kombinieren. So werden Anwendungen für alles Mögliche realisiert – sei es für Kläranlagen, Gas- und Wasserleitungen oder unterirdische Produktbeförderungen. Einfach faszinierend, wie viele Möglichkeiten es gibt!
Inmitten all dieser technischen Errungenschaften bleibt die Frage: Wie wird sich diese Technologie in der Zukunft entwickeln? Angesichts der Anforderungen für Sicherheit, Umwelt und Qualität wird der Weg in die Zukunft wohl spannend bleiben. Aber eines ist sicher: Unter den Straßen von Köln, da ist immer etwas los!
