Heute ist der 26.06.2026, und ich sitze hier in Niehl, während sich spannende Dinge im RheinEnergieSTADION in Köln-Müngersdorf abspielen. Eine beeindruckende Luftaufnahme zeigt, wie sich auf den Ost-, Süd- und Westtribünen zahlreiche Solarmodule tummeln, während die Nordtribüne aufgrund von Verschattungen ungenutzt bleibt. Wer hätte gedacht, dass ein Ort, der für packende Fußballspiele und große Konzerte bekannt ist, auch eine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Energieversorgung übernehmen kann?

Die frisch installierte Photovoltaikanlage ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kölner Sportstätten GmbH und der RheinEnergie AG. Seit 2018 wird das Stadion vollständig mit Ökostrom versorgt – ein echter Schritt in die grüne Zukunft! Und das ist noch nicht alles: Die LED-Technik für die Pylone wurde bereits 2016 eingeführt, und die Wärmeversorgung erfolgt über ein cleveres Contracting-Modell. So wird nicht nur das CO2 reduziert, sondern auch die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz verringert.

Technische Highlights der PV-Anlage

Rund 2.700 Solarmodule wurden installiert, die zusammen eine beeindruckende Spitzenleistung von 1.200 kWp (1,2 MWp) erreichen. Diese Module sind direkt auf den Trapezblech-Dächern montiert. Und obwohl kein eigener Batteriespeicher vorhanden ist, fließt der erzeugte Solarstrom direkt in den Stadionbetrieb – ganz ohne Umwege. Für die Betriebsüberwachung sorgt RheinEnergie in Echtzeit. Die Module haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und können nach ihrer Nutzung gemäß der WEEE-Richtlinie zurückgenommen und verwertet werden.

Die Montage begann am 9. März 2026 und wurde bis Anfang Juni desselben Jahres abgeschlossen. Die Inbetriebnahme fand im Sommer 2026 statt. Während der Bauzeit gab es Kranlogistik und Sicherheitsmaßnahmen, die besonders an Spieltagen besondere Aufmerksamkeit erforderten. Ein gewaltiger Schritt, der nicht nur den Stadionbetrieb revolutioniert, sondern auch beeindruckende Zahlen mit sich bringt: Ein prognostizierter Jahresertrag von ca. 1,1 Millionen kWh – das entspricht dem Verbrauch von 250 Vier-Personen-Haushalten!

Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

Beeindruckend ist auch der Eigenverbrauchsanteil von ca. 83%, während ca. 17% ins öffentliche Netz eingespeist werden. Dadurch wird der Netzbezug um etwa 22% reduziert. Und das alles, ohne öffentliche Fördermittel zu nutzen – das Projekt wurde über Energie-Contracting finanziert. Die CO2-Einsparung beläuft sich auf rund 400 Tonnen jährlich. Damit landet das RheinEnergieSTADION im oberen Drittel der deutschen Fußballstadien in Sachen Energieeffizienz. Im Vergleich zu anderen Stadien hat es mit 1,2 MWp eine beachtliche Leistung!

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Die Zukunft sieht rosig aus! Es gibt Potenziale für Erweiterungen der Solarflächen und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. RheinEnergie plant sogar ähnliche Lösungen für andere große Liegenschaften und Kommunen bundesweit – ein Modell, das Schule machen könnte.

Ein Blick auf die erneuerbaren Energien

<pWenn wir schon über solare Energie sprechen, lohnt sich ein Blick auf die allgemeinen Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor soll bis 2025 auf 55,1 Prozent steigen. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wird auf 290,2 Milliarden kWh geschätzt. Besonders die Photovoltaik hat einen enormen Zuwachs erfahren: 2025 wird mit einer Erzeugung von 91,6 Milliarden kWh gerechnet, was einem Anstieg von über 21 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. So gesehen ist das RheinEnergieSTADION nicht nur ein Sportort, sondern auch ein Vorreiter in einer Bewegung, die unsere Energiezukunft prägen wird.

Insgesamt zeigt sich, dass der Weg zu einer nachhaltigeren Energieversorgung für große Liegenschaften wie das RheinEnergieSTADION nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist. Wer hätte gedacht, dass ein Stadion nicht nur Tore, sondern auch grüne Energie produziert? Das ist echt ein Grund zur Freude!