Im Kölner Norden brodelt es gewaltig! Das ehrgeizige Industrieprojekt „Fusion Cologne“ steht vor einer umfassenden Umplanung. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) hat die Pläne für eine zweigeschossige Logistikhalle, die für den japanischen Werkzeug-Hersteller Makita gedacht war, über den Haufen geworfen. Der Grund? Die obere Ebene der Halle ist nicht tragfähig genug – na, das ist ja ein schöner Schlamassel!

Ursprünglich sollte das Areal an der Geestemünder Straße langfristige Einnahmen für die HGK sichern. Im September 2020 wurde das Areal verkauft, um ein großes Logistikzentrum zu errichten, das die größte zusammenhängende Industrie-Entwicklungsfläche in Köln darstellt. Doch bislang hat das Projekt nicht den gewünschten Fortschritt erzielt. Die HGK hat sich von der Thesauros-Unternehmensgruppe getrennt und dabei über fünf Millionen Euro in den Sand gesetzt. Dazu kommen noch 500.000 Euro, die für die Vorbereitung des Vorhabens ausgegeben wurden. Ein wahrer Geldschlucker! Dabei waren ursprünglich 250 Millionen Euro für das gesamte Projekt eingeplant.

Neuer Partner, neue Pläne

Seit April 2024 ist nun die Thielemann Group aus Mönchengladbach Partner des Projekts. Das Unternehmen benötigt eine ebenerdige Lösung mit etwa doppelter Fläche – ganz schön ambitioniert! Die HGK begründet die Aufgabe des bisherigen Hallenkonzepts mit veränderten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Thielemann Group tüftelt bereits an einem angepassten Nutzungskonzept für den Standort, das für frischen Wind sorgen könnte.

Ein weiterer Lichtblick: Die RECHT Logistik Gruppe wird Mieter und übernimmt die Fulfillment-Dienste für Makita. Der Bau der ersten Multi-Level-Logistikimmobilie soll noch in diesem Jahr beginnen. Damit könnten bis zu 500 neue Arbeitsplätze am Standort entstehen! Das Quartier FUSION COLOGNE wird als eines der modernsten und nachhaltigsten Zentren für Produktion, Logistik, Forschung und Innovation in Deutschland beschrieben. Und das nicht ohne Grund: Die HGK revitalisiert satte 55 Hektar brachliegende Industriefläche im Kölner Norden.

Nachhaltige Perspektiven

Die Investitionen für beide Bauprojekte summieren sich auf rund 140 Millionen Euro. Geplant sind etwa 90.000 Quadratmeter Logistikfläche für Endmontage, Customizing und E-Commerce-Logistik. Und das alles mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit! Eine Gold-Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wird angestrebt. Mit Photovoltaikanlagen, E-Ladesäulen und begrünten Fassaden – da wird das Herz eines jeden Umweltliebhabers höher schlagen!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die strategische Lage am Niehler Hafen sorgt zudem für eine optimale Anbindung an Verkehrsträger, darunter der Köln-Bonn Airport. Kein Wunder, dass Oberbürgermeisterin Henriette Reker das Projekt als Schlüsselprojekt der Stadtentwicklung sieht, das voraussichtlich 250 Millionen Euro Investitionen und über 1.000 neue Arbeitsplätze mit sich bringt. Wow!

Schwung im Logistiksektor

Der Logistiksektor hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Der Umsatz in der Logistik- und Großhandelsbranche beträgt fast 100 Milliarden Euro jährlich in Köln. Die Nachfrage nach modernen Logistikflächen steigt, insbesondere durch den E-Commerce und Dienstleistungen wie Same-Day-Delivery. Das hat auch die Stadt Köln erkannt und arbeitet eng mit Projektentwicklern wie Panattoni zusammen, die alte Industrieflächen in moderne Logistikzentren umwandeln. Alte Fabriken, wie die Schokoladenfabrik Stollwerck oder die Ford-Werke, werden aufwendig saniert, um Platz für neue Unternehmen zu schaffen.

So wird das „Fusion Cologne“-Areale nicht nur ein Ort für innovative Logistiklösungen, sondern auch ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Beseitigung von Altlasten und die Schaffung von zentrumsnahen Logistikimmobilien ohne zusätzliche Flächenversiegelung ist ein wichtiger Schritt, um Köln auch in Zukunft lebenswert zu halten.