Heute ist der 19. Mai 2026 und in Mülheim brodelt es vor Aufregung! Sebastian Cordes, ein leidenschaftlicher Ruderer und Mitglied des Mülheimer Wassersport e. V., hat eine ganz besondere Herausforderung ins Leben gerufen. Er plant eine Ruderwanderfahrt von Köln-Mülheim bis zum Schwarzen Meer – und das in nur 100 Tagen! Eine Strecke von sage und schreibe 3200 Kilometern, die ausschließlich mit Muskelkraft zurückgelegt wird. Das klingt nach Abenteuer pur, oder?
Die Idee zu dieser Tour entstand vor ein bis zwei Jahren und hat sich mittlerweile zu einem ehrgeizigen Projekt entwickelt. Cordes wird nicht allein rudern, 30 Vereinsmitglieder haben sich bereit erklärt, ihn auf Teilabschnitten zu unterstützen. Besonders bemerkenswert sind Roland Petrick und Michael Sünner, die die gesamte Strecke mit Cordes zurücklegen werden. Am 23. Mai beginnt die Reise am Bootshaus in Mülheim – ein Datum, das sich viele im Kalender markiert haben.
Die Route und die Herausforderungen
Die Gruppe startet mit dem Ruderboot „Rheinpfeil“ und rudert den Rhein bis nach Mainz, von wo es weiter auf dem Main bis nach Bamberg geht. In Bamberg wird dann ein zweites Ruderboot mit drei weiteren Mitgliedern hinzustoßen. Ab dem Main-Donau-Kanal wird die Crew aus acht Personen bestehen. Ab Ingolstadt schließt sich die Gruppe der Tour International Danubien (TID) an. Diese Langstreckenbootstour ist ein echtes Highlight im Donauraum, der nicht nur einen der größten Flüsse der Welt repräsentiert, sondern auch Menschen aus zehn Ländern zusammenbringt!
Die Tour International Danubien, die seit 1956 stattfindet, hat eine enorme politische Bedeutung. Sie fördert Freundschaften, Solidarität unter Sportlern und den Frieden in den Donauländern. Die Teilnehmer können ihr eigenes Gepäck und Zelte mitführen. Das erinnert an die Abenteuer vergangener Zeiten, als das Reisen noch eine echte Herausforderung war. Die Strecke beträgt 2475 Kilometer, wobei die täglichen Distanzen zwischen 30 und 60 Kilometern liegen. Und das alles bei jedem Wetter – das erfordert eine gehörige Portion Durchhaltevermögen!
Übernachten und Kennenlernen
Die Ruderer haben sich gut vorbereitet. Mit 10 bis 15 Kilogramm Gepäck sind sie für die Tour gerüstet. Übernachten werden sie in Vereinsheimen oder unter freiem Himmel – Zelt, Schlafsack und Isomatte sind ihre treuen Begleiter. Pausentage sind eingeplant, um die Länder entlang der Strecke kennenzulernen. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, die verschiedenen Kulturen zu erleben und die landschaftliche Schönheit der Donauregion zu genießen.
Die Altersstruktur der Gruppe liegt im Schnitt bei 70 Jahren. Das zeigt, dass Abenteuer keine Frage des Alters sind! Die Teilnehmer sind sich der Herausforderungen bewusst, die diese Tour mit sich bringt, besonders im Hinblick auf die derzeitigen geopolitischen Spannungen. Aufgrund des Ukrainekriegs wird die Tour voraussichtlich in Braila enden, bevor das Schwarze Meer erreicht wird. Ein Umstand, der zeigt, wie wichtig es ist, solche Abenteuer trotzdem zu wagen. Es ist eine einmalige Chance, die sich die Ruderer nicht entgehen lassen wollen!
Wer mehr über diese spannende Ruderwanderfahrt erfahren möchte, der kann sich auf kanutouren.com umsehen. Hier gibt es viele Informationen und vielleicht sogar Inspiration für das eigene Abenteuer auf dem Wasser. Man weiß ja nie, wo es einen als Nächstes hinzieht!