Mülheim feiert Sportler und Ehrenamt: Ein Abend voller Erfolge und Gemeinschaft
Am Ende Juni war es wieder soweit: Im Herzen von Mülheim wurde die 25. Ehrung herausragender Sportlerinnen und Sportler gefeiert. Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz hob in seiner Ansprache die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hervor. Er betonte, wie wichtig dieser als verbindendes Element in unserer Gemeinschaft ist. Sport schafft nicht nur Freundschaften, sondern auch eine starke Identität und ein Gefühl der Zugehörigkeit.
Der Abend begann schwungvoll mit den Kajuja-Tanzküken, die für eine fröhliche Stimmung sorgten. Die Atmosphäre war von Begeisterung und Stolz geprägt, als die Erfolge der Mülheimer Sportlerinnen und Sportler gewürdigt wurden. Besonders die Erfolge im Kampfsport und Voltigieren stechen hervor. Sabine Kraut und Hamed Niarilkhani vom AC Köln 1882 e. V. glänzten bei den Deutschen Masters im Gewichtheben, während Ira Neitzel vom Kraftsport Colonia gleich zwei deutsche Rekorde im Kraftdreikampf und Bankdrücken Equipped aufstellte. Das ist schon eine Hausnummer!
Besondere Leistungen und Jubiläen
Obendrein feierten auch die Vereine PBC Dellbrücker Junge 1976, St. Sebastianus Schützen Holweide und St. Hubertus Schützengilde Buchheim ihre Jubiläen. Der Sport in Mülheim ist nicht nur ein Hobby, sondern ein Stück Lebensqualität. Ein weiteres Highlight war der Voltigierverein Köln-Dünnwald, der beim Preis der Besten und den Deutschen Juniorenmeisterschaften einen soliden dritten Platz belegte. Die Nachwuchstalente Jana Düllmann und Fabio Ring konnten sich im Doppelvoltigieren jeweils den zweiten Platz sichern. Und der Einzelvoltigierer Bela Lehnen? Der hat gleich bei mehreren Meisterschaften abgeräumt und darf sich jetzt Vizeweltmeister nennen!
Aber das ist noch nicht alles. Johannes Jörg hat sich im Brettspiel Carrom die Meisterschaft im Einzel und Doppel gesichert, während er auch mit der Nationalmannschaft beim Europacup glänzte. Solche Erfolge tun einfach gut und zeigen, wie viel Potenzial in der Region steckt.
Ehrenamt – das Herzstück des Sports
Vincent Morawietz nutzte die Gelegenheit, um das Ehrenamt zu würdigen. Fünf verdiente Personen erhielten Auszeichnungen für ihr Engagement: Thomas Nettesheim, Eugen Schmidt, Matthias Hoffmann, Angela Barten und Bärbel Schneider. Freiwilliges Engagement ist das Rückgrat des Sports in Deutschland. Rund 23 Millionen Menschen, also etwa ein Drittel der Bevölkerung, packen ehrenamtlich mit an. In Mülheim wird dieses Engagement durch das Centrum für bürgerschaftliches Engagement e. V. (CBE) gefördert, das als Anlaufstelle für Engagierte dient. Hier kann man nicht nur die „Freiwilligenkarte“ beantragen, sondern auch an Schulungen und Events teilnehmen.
Mülheim hat eine lebendige Vereinsstruktur mit einer beeindruckenden thematischen Vielfalt. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Menschen sich aktiv einbringen und somit zur Stabilität unserer Gesellschaft beitragen. Das CBE, ein gemeinnütziger Verein, bietet zudem Sprechstunden für Vereinsvorstände an – ein echter Gewinn für alle, die im Ehrenamt tätig sind.
Die Zukunft des Ehrenamts im Sport
Der DOSB, unter dessen Dach viele Sportvereine agieren, weiß, dass ohne das Engagement der Ehrenamtlichen der gemeinnützige Sport nicht möglich wäre. Über 8 Millionen Mitglieder engagieren sich regelmäßig im Vereinssport. Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Demografischer Wandel und veränderte Lebensstile stellen die traditionellen Formen des Ehrenamts auf die Probe. Es bleibt spannend, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können, um das Ehrenamt attraktiv zu gestalten und Bürokratie abzubauen.
In Mülheim wird bereits viel dafür getan, um das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und zu unterstützen. Mit Initiativen wie SchEF-mh.de sind die Weichen für eine starke Zukunft gestellt. Der Sport bleibt ein Zusammenspiel aus Leidenschaft, Gemeinschaft und dem unermüdlichen Einsatz von Freiwilligen. Und das macht Mülheim einfach besonders.
