In Köln-Nippes könnte es am Freitag ganz schön turbulent werden. Das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße bereitet sich auf eine mögliche Evakuierung vor – und das hat seine Gründe. Seit dem 12. Juni ist bereits der Park zwischen den ehemaligen Clouth-Werken und dem Krankenhaus abgesperrt. Kampfmittelexperten haben 14 Stellen identifiziert, an denen Blindgänger vermutet werden. Das klingt nach einem echten Schreckensszenario, oder? Eine abschließende Untersuchung am Freitag soll klären, ob tatsächlich Bomben verborgen sind. Wenn das der Fall ist, müssen über 60 junge Patienten, darunter 20 Frühchen und einige Kinder auf der Intensivstation, in Sicherheit gebracht werden.

Die Evakuierung würde nicht nur die kleinen Patienten betreffen, sondern auch das gesamte Klinikpersonal und die medizinische Ausrüstung. Es gibt bereits Pläne für einen Umzug ins städtische Krankenhaus nach Holweide, wo Zimmer bereitstehen. Am Freitag wird dort sogar eine komplette Kinderstation aufgebaut. Das klingt nach einem riesigen Aufwand, und man fragt sich, wie das alles koordiniert wird! Die Notaufnahme der Kinderklinik soll so lange wie möglich geöffnet bleiben, damit andere Kliniken nicht zusätzlich belastet werden. Ein echter Balanceakt für die Verantwortlichen.

Was passiert bei einer Evakuierung?

Falls es zur Evakuierung kommt, könnte der reguläre Betrieb am Samstag wieder aufgenommen werden. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein! Eltern werden jedoch gebeten, das Krankenhaus an der Amsterdamer Straße nicht anzufahren, falls ein kurzfristiger Umzug notwendig wird. Alternativen für die Patienten wären die Uniklinik sowie Kliniken in Leverkusen und Köln-Porz. Die Situation ist angespannt, und jeder möchte, dass alles schnell und sicher über die Bühne geht.

Krankenhäuser sind Teil der Kritischen Infrastrukturen und spielen eine zentrale Rolle im Gesundheitssystem. Diese Einrichtungen sind oft anfällig für Überlastung und Störungen, die ihre Funktionalität und Kapazität beeinträchtigen können. Die COVID-19-Pandemie hat uns das eindrücklich vor Augen geführt. Ein Handbuch zur Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (Handbuch KAEP), das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) herausgegeben wurde, soll Krankenhäuser dabei unterstützen, sich auf größere Notfälle vorzubereiten. Es beschreibt, wie man auf Notfälle reagieren kann – sei es durch Stromausfälle, Massenanfall von Verletzten oder sogar Cyberangriffe.

Das Handbuch, das ab Februar 2021 als Papierversion erhältlich sein soll, ist eine wertvolle Ressource für die Kliniken. Es hat etwa 180 Seiten, die sich mit verschiedenen Notfallszenarien beschäftigen. Eine Checkliste für Pandemien steht bereits seit April 2020 zum Download bereit und ist ein lebendes Dokument. Es scheint, als hätten die Verantwortlichen wirklich an alles gedacht. Rückfragen dazu können direkt an das BBK gerichtet werden. Aber jetzt hoffen wir einfach, dass die Situation in Köln glimpflich ausgeht und die kleinen Patienten schnell in Sicherheit sind.

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