In Dünnwald gibt es einen besonderen Grund zur Freude! Mira Lehnen, erst 16 Jahre jung und schon ein echtes Voltigier-Talent, hat sich für die Europameisterschaft qualifiziert. Seit über einem Jahrzehnt schwingt sie sich auf das Pferd und zeigt beeindruckende akrobatische Leistungen. Mit ihrem Team des VV Köln-Dünnwald hat sie sich beim „Preis der Besten“ in Warendorf durch gute Ergebnisse hervorgetan und wird nun vom 27. Juli bis 2. August 2023 in Le Mans, Frankreich, ihre Künste präsentieren. Wer hätte gedacht, dass ein Ort, der für seine Motorsportgeschichte und das legendäre 24-Stunden-Rennen bekannt ist, auch Schauplatz für Voltigier-Talente werden kann?

Mira hat in der Vergangenheit nicht nur Erfolge gefeiert. Im vergangenen Jahr erlitt sie einen Kreuzbandriss, der eine Operation nach sich zog und sie die komplette Saison 2025 kostete. Dennoch – und das ist wirklich bewundernswert – hat sie sich rasch erholt und ist wieder ins Turniergeschehen eingestiegen. Diese Stärke, die sie zeigt, ist nicht nur im Voltigieren wichtig, wo die größte Herausforderung das Ausführen von Übungen auf einem bewegenden Pferd ist, sondern auch in ihrem Alltag. Sie besucht das Adolfinum-Gymnasium und hat noch zwei Jahre bis zum Abschluss. Wo andere vielleicht aufgeben würden, steht Mira auf und kämpft weiter.

Ein Vorbild und Glücksbringer

Ihr Bruder Bela Lehnen, amtierender U21-Vizeweltmeister, ist nicht nur ein Vorbild, sondern auch eine Inspirationsquelle für sie. Es ist interessant zu sehen, wie Geschwister sich gegenseitig anfeuern und unterstützen können. Mira hat zudem ihre ganz eigenen Glücksbringer, darunter ein türkisfarbenes Einhorn, das ihr bei Turnieren Glück bringt. Man könnte sagen, dass das Einhorn – im übertragenen Sinne – ein bisschen wie Mira selbst ist: voller Energie, lebhaft und immer bereit, neue Herausforderungen anzugehen.

Was das Voltigieren selbst angeht, das ist ein Sport, der nicht nur akrobatische Fähigkeiten erfordert, sondern auch eine Menge Kondition, Koordination und das perfekte Timing. Die Voltigierer müssen mit einem Longenführer und einem ausgebildeten Pferd zusammenarbeiten – das ist eigentlich ein ganz schöner Tanz, nur dass das Tanzparkett in diesem Fall ein galoppierendes Pferd ist. Irgendwie faszinierend, oder? Die verschiedenen Wettbewerbsformen wie Gruppen-, Einzel- und Doppelvoltigieren zeigen die Vielseitigkeit dieses Sports. Bei den Gruppenprüfungen müssen Pflicht und Kür absolviert werden, und auch im Einzel gibt es zusätzliche Technikprogramme. Da muss man sich schon ganz schön reinhängen.

Ein Blick in die Zukunft

Für Mira ist die Europameisterschaft eine große Chance. Sie strebt an, unter die Top 3 zu kommen – eine ambitionierte Zielsetzung, die zeigt, dass sie für ihren Sport brennt. Zudem denkt sie über ein Psychologiestudium nach, idealerweise in Verbindung mit Sport. Das klingt nach einem Plan! Man kann nur hoffen, dass sie ihren Traum verwirklicht und dabei weiterhin so viel Leidenschaft und Durchhaltevermögen zeigt wie bisher. Wer weiß, vielleicht sehen wir sie eines Tages auf der großen internationalen Bühne, ein strahlender Stern am Voltigierhimmel.

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