In einem kleinen, beschaulichen Tierheim in Dellbrück wird derzeit um das Leben von fünf neugeborenen Katzenbabys gekämpft. Diese kleinen, zarten Geschöpfe sind erst wenige Wochen alt und wiegen gerade mal zwischen 54 und 65 Gramm. Ja, richtig gelesen – die kleinste unter ihnen bringt es nur auf 54 Gramm. Da fragt man sich unwillkürlich, wie viel Liebe und Fürsorge wohl nötig sind, um diese Winzlinge großzuziehen.

Die Hintergründe sind tragisch. Ihre Mama, die süße Jeanni, wurde von ihrem ehemaligen Besitzer ins Tierheim gebracht – überfordert und hilflos. Dort brachte sie fünf Kitten zur Welt, aber eines musste aufgrund von Missbildung erlöst werden. Die Geburt war so langwierig, dass sie den ganzen Tag in Anspruch nahm. Die verbleibenden vier kleinen Kätzchen müssen nun besonders behutsam betreut werden, denn die Aufzucht von untergewichtigen Katzenbabys ist eine Herausforderung, die nicht jeder Tierfreund stemmen kann.

Ein weiterer trauriger Fall aus der Nachbarschaft

Doch das ist nicht die einzige traurige Geschichte aus dem Tierheim Köln-Dellbrück. Dort wurden ebenfalls neue Katzenbabys aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. Die kleinen Kätzchen wurden entdeckt, als der Mensch, der dort lebte, ins Krankenhaus musste. Ihre Elterntiere leben unter ähnlich miserablen Bedingungen, und während die kleinen Racker sofort in Obhut genommen werden konnten, bleibt die Mama der Kätzchen vorerst unerreichbar. Der unkastrierte Papa wurde bereits ins Tierheim gebracht, aber die Trennung von der Mutter war unumgänglich.

Die süßen Kätzchen können zurzeit noch nicht besucht oder reserviert werden. Das Tierheim hat darum gebeten, vorerst keine Anfragen zu stellen – einfach, weil die kleinen Fellnasen erst einmal in Ruhe großgezogen werden müssen. Die Tierheim-Fans zeigen großes Mitgefühl und drücken ihre Hoffnung auf ein besseres Leben für die Kätzchen aus. Und ganz ehrlich, wer könnte da nicht mitfühlen? Die Vorstellung, dass die Feuerwehr kürzlich zwei Babykatzen gerettet hat, um die sich nun eine Hündin kümmert, gibt einem irgendwie Hoffnung. Ist das nicht einfach rührend?

Katzenleid und Überforderung in den Tierheimen

Die Situation in den Tierheimen ist alles andere als rosig. Der Deutsche Tierschutzbund macht auf ein ernsthaftes Problem aufmerksam. Seit der Pandemie ist das Katzenleid in Deutschland angestiegen. Viele Menschen haben unüberlegt Katzen angeschafft, ohne sich über die Bedürfnisse der Tiere Gedanken zu machen. Die Folge? Millionen von Straßenkatzen und ausgesetzten Tieren leiden unentdeckt und vergessen.

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Die Überlastung der Tierheime ist spürbar. Es gibt mehr Anfragen zur Aufnahme von Katzen, als Vermittlungen. Chronisch kranke Tiere können oft nicht aufgenommen werden, da die Ressourcen einfach fehlen. Und die Katzen? Mit 15,9 Millionen sind sie das häufigste Haustier in Deutschland. Zwischen 2019 und 2021 stieg die Katzenpopulation um zwei Millionen! Das ist einfach der Wahnsinn. Über die richtige Haltung, die finanziellen Mittel für tiermedizinische Behandlungen oder die speziellen Bedürfnisse von Katzen sind viele Halter nicht ausreichend informiert. Es ist also höchste Zeit, dass wir uns alle ein bisschen mehr um diese kleinen Wesen kümmern.