Am 5. Juni 2026 war das Müngersdorfer Stadion in Köln der Schauplatz eines denkwürdigen Spiels. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trat gegen Norwegen an und konnte sich mit einem eindrucksvollen 2:0-Sieg für die WM 2027 in Brasilien qualifizieren. Das Spiel, das vor rund 33.425 begeisterten Zuschauern stattfand, war nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein emotionaler Höhepunkt für die Spielerinnen und Fans.
Von der ersten Minute an war die deutsche Mannschaft dominant. Trainer Christian Wück hatte die Debütantin Marie Müller (25) für die verletzte Spielführerin Giulia Gwinn ins Spiel gebracht. Und was für ein Einstand: Müller netzte bereits in der 18. Minute ein und sorgte für den ersten Jubel im Stadion. Carlotta Wamser (27) legte nur neun Minuten später nach und erhöhte auf 2:0. Es war ein klares Zeichen, dass die DFB-Frauen bereit waren, ihren Traum von der WM zu verwirklichen.
Ein Spiel voller Emotionen
Die erste Halbzeit spiegelte die Überlegenheit der deutschen Mannschaft wider. Wamser, die auf der linken Abwehrseite spielte, hatte zwar defensiv ihre Schwierigkeiten, doch im Angriff zeigte sie ihr Potenzial. Auch Elisa Senß und Sjoeke Nüsken, die das Spiel im Zentrum bestimmten, trugen maßgeblich zur Dominanz bei. Nüsken führte das Team in ihrem 58. Einsatz erstmals als Kapitänin an und machte ihre Sache hervorragend. Die Norwegerinnen hingegen hatten Probleme, die deutsche Abwehr zu überwinden. Ein Tor von Signe Gaupset wurde aufgrund einer strittigen Abseitsentscheidung nicht anerkannt – ein Wendepunkt, der den Norwegerinnen das Genick brach.
Ann-Katrin Berger im Tor hatte auch ihren Anteil am Erfolg, indem sie mehrere gefährliche Chancen der Norwegerinnen entschärfte. Lea Schüller, die nach längerer Verletzungspause wieder in der Startelf stand, konnte zwar kein Tor erzielen, war aber dennoch ein wichtiger Bestandteil des Teams. Der Stolz des Bundestrainers Christian Wück über das Team war unüberhörbar. Er betonte, dass die Qualifikation für die WM das Ziel war und die Spielerinnen dieses Ziel mit Bravour erreicht haben.
Der Weg zur WM
Die Qualifikation zur WM 2027 begann bereits am 3. März 2026 in Dresden mit einem Spiel gegen Slowenien. In der ersten Phase traten die DFB-Frauen auch gegen Österreich und Norwegen an. Nur die vier Gruppensieger der A-Liga qualifizieren sich direkt für die WM, während sieben weitere Tickets über Play-offs ausgespielt werden. Die Spannung bleibt also hoch, und die kommenden Monate werden entscheidend sein. Die WM findet schließlich im legendären Maracanã-Stadion statt, und darauf freuen sich sowohl die Spielerinnen als auch die Fans.
Für die deutschen Frauen war der Sieg gegen Norwegen nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch eine Bestätigung ihrer harten Arbeit und ihres Engagements. Jetzt heißt es, den Schwung mitzunehmen und sich auf die Herausforderungen der WM vorzubereiten. Die Vorfreude ist spürbar, und die Fans können sich auf spannende Spiele und hoffentlich viele Tore freuen.