Heute ist der 27.02.2026 und die Vorbereitungen für die möglichen Olympischen und Paralympischen Spiele in Köln und der Region Rhein-Ruhr laufen auf Hochtouren. Die Stadt Köln und der Stadtsportbund haben bereits erste Austragungsorte festgelegt und arbeiten an einem umfassenden Konzept, um Köln als „Leading City“ unter den deutschen Bewerberstädten zu positionieren. Die Lanxess-Arena wird mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Zuschauern für Bodenturnen und weitere Turnwettkämpfe genutzt. Auch die Paralympischen Wettkämpfe finden hier statt, unter anderem Sitzvolleyball und Rollstuhl-Basketball. Eine besondere Attraktion wird das temporäre Olympiastadion in Kreuzfeld mit Platz für 50.000 Zuschauer sein, das nach den Spielen in ein urbanes Zentrum umgewandelt wird.
Im Sportpark Müngersdorf, wo bereits der Bau eines neuen Tennisstadions für 12.000 Zuschauer geplant ist, wird auch das Bogenschießen stattfinden. Dieser Standort wird in Verbindung mit den Entscheidungswettkämpfen und Tennis-Aktivitäten stehen. Zudem wird das Rhein-Energie-Stadion mit einer Kapazität von 50.000 für Fußball und 7er-Rugby genutzt. Die Fühlinger See-Region ist als Regattastrecke für Marathonschwimmen vorgesehen, während die Radstrecke „Rund um Köln“ als Austragungsort für Straßenradrennen im Gespräch ist. Insgesamt ist Köln auf einem guten Weg, sich gegen andere große Städte wie München, Hamburg und Berlin durchzusetzen, um die Spiele auszurichten. Weitere Informationen zu den geplanten Sportstätten können Sie in einem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers nachlesen.
Bürgerabstimmung und Unterstützung für die Bewerbung
Ein entscheidender Schritt in der Bewerbung wird die Bürgerabstimmung am 19. April 2026 sein, an der rund vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen teilnehmen können. In insgesamt 17 beteiligten Kommunen, darunter Köln, werden die Ratsbürgerentscheide stattfinden. Es wird eine einfache Ja-/Nein-Frage zur Bewerbung gestellt, und die Abstimmungen sind ausschließlich per Brief möglich. Dabei gilt es, eine Mindestbeteiligung zu erreichen, um die Abstimmung gültig zu machen. Von den EU-Bürgern ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in den teilnehmenden Gemeinden wohnen, wird erwartet, dass sie sich aktiv an diesem Prozess beteiligen.
Die Kampagne zur Bewerbung, die am 19. Januar 2026 startet, wird von zahlreichen prominenten Unterstützern getragen, darunter Sportler wie Markus Rehm und Isabell Werth. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Oberbürgermeister Torsten Burmester werden die Kampagneninhalte vorstellen, die sich auf Nachhaltigkeit und die Vermeidung von „weißen Elefanten“ nach den Spielen konzentrieren. Es wird eine Investition von rund einer Milliarde Euro in den Sport in Nordrhein-Westfalen angestrebt, wobei 95% der Athleten im Olympischen Dorf wohnen sollen. Für die Bewerbung stehen die Landesregierung, der Landessportbund NRW sowie der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW ein.
Nachhaltigkeit und internationale Erfahrung
Ein zentrales Anliegen der Bewerbung ist die Nachhaltigkeit. Alle Sportstätten sollen entweder bestehend oder temporär sein, um nach den Spielen keinen Leerstand zu hinterlassen. Nordrhein-Westfalen hat in den letzten zehn Jahren bereits umfangreiche Erfahrungen mit über 30 internationalen Sportevents gesammelt, was die Region als Austragungsort besonders attraktiv macht. Alle paralympischen Sportarten sollen in denselben Sportstätten wie die olympischen ausgetragen werden, was ein einheitliches Erlebnis für alle Athleten und Zuschauer gewährleisten wird. Weitere Details zur Bewerbung finden Sie auf der offiziellen Website der Olympiabewerbung Nordrhein-Westfalen.
Der Weg zur Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele ist lang, doch Köln und die Region Rhein-Ruhr zeigen sich entschlossen und gut vorbereitet für die Herausforderungen, die vor ihnen liegen. Der Erfolg der Bewerbung wird nicht nur von den Sportstätten abhängen, sondern auch von der Unterstützung der Bevölkerung und der politischen Akteure. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden und welche Entscheidung letztlich am 26. September 2026 im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fallen wird.