Bauwelle im Bahnverkehr: Pendler und Reisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen
Heute ist der 20.07.2026, und während die Sonne über Lövenich aufgeht, gibt es im Bahnverkehr von Nordrhein-Westfalen einiges zu berichten. Es ist gerade die Zeit des Jahres, in der die Deutsche Bahn sich nicht lumpen lässt und eine riesige Bauwelle im gesamten Bahnnetz einleitet. Die Bauarbeiten, die in diesem Sommer stattfinden, sind für Pendler und Reisende eine echte Herausforderung, denn viele Strecken sind gesperrt – einige sogar bis in den Dezember hinein.
Besonders betroffen ist die Strecke Köln–Düren, die seit dem 26. Juni und bis zum 24. Juli nicht befahren werden kann. Hier sind die Linien RE 1, RE 9 und RB 38 ordentlich betroffen. Wer also nach Düren möchte, sollte sich darauf einstellen, dass der Fernverkehr dort nicht hält und ICE und IC bis zu 45 Minuten länger für die Strecke benötigen. Aber keine Sorge, es gibt einen Ersatz: Die S 19 fährt bis nach Düren und abends gibt es einen Schnellbus nach Köln Hauptbahnhof.
Die größten Baustellen und Alternativen
Ein weiteres großes Bauprojekt betrifft die Strecke Hagen–Wuppertal–Köln, die in zwei Phasen modernisiert wird. Die erste Phase dauert vom 10. Juli bis zum 7. August, gefolgt von einer zweiten Phase vom 21. August bis zum 4. September. Hier fällt die S 8 komplett zwischen Düsseldorf Hbf und Hagen Hbf aus und wird durch Ersatzbusse ersetzt. Auch die S 9, S 28, S 68, S 7 und RE 49 müssen sich auf Einschränkungen einstellen.
Und das ist noch nicht alles: Auf der rechten Rheinseite zwischen Köln und Bonn wird von 10. Juli bis 12. Dezember saniert. Auch hier sind die Linien RE 8, RB 27, RB 30, RB 48, S 19 und RE 9 betroffen. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass nur noch ein Zug pro Stunde zwischen Mainz, Koblenz, Bonn und Köln verkehrt. Ersatzverkehr im 15- bis 30-Minuten-Takt wird angeboten, zudem wird die Stadtbahn 66 in Bonn verstärkt.
Aber nicht vergessen: Auch die Ruhr-Sieg-Strecke von Dortmund bis zum Siegerland hat ihre Sperrungen, die vom 10. Juli bis 11. Dezember andauern. Hier sind insgesamt 183 Arbeitstage vorgesehen, und die betroffenen Linien sind RE 34, RB 91, RB 92 und RB 93. Der IC 34 ab Dortmund wird ab 11. Juli ganz ausfallen. Das lässt einen schon etwas frösteln, oder?
Weitere Einschränkungen und Reparaturen
Und während wir schon bei den Einschränkungen sind: Die RB 31 auf der Strecke Moers–Xanten fällt seit dem 26. Juni bis zum 30. November komplett aus, dafür fahren Ersatzbusse alle Haltestellen an. Die S-Bahn zwischen Dortmund und Essen wird vom 31. Juli bis 21. August für Brücken-, Oberleitungs- und Kabelarbeiten gesperrt. Wer denkt, dass es damit genug wäre, irrt sich: Auch zwischen Kleve und Krefeld wird es vom 30. Oktober bis 6. November eng, und zwischen Köln und Düsseldorf sind vom 4. September bis 4. Dezember Arbeiten vorgesehen.
Zusätzlich stehen Reparaturen an Signalen und Weichen an, die für weitere Verspätungen sorgen können. So wird beispielsweise am 19. und 20. Juli ein Signal in Wuppertal-Oberbarmen repariert. Und wer auf die Linie RB 61 angewiesen ist, muss auch dort mit Einschränkungen rechnen, die vom 20. bis 21. Juli dauern werden – einfach ein bisschen Geduld mitbringen!
Die Baustellenkommunikation ist gut organisiert. Die Ankündigungen erfolgen in drei Phasen: Zuerst gibt es eine Vorankündigung sechs Monate vorher, gefolgt von einer konkreten Ankündigung drei bis sechs Wochen vor Baubeginn, und schließlich gibt es zwei Wochen vor Beginn der Bauphase Informationen zu Reisealternativen und Ersatzverkehr. Das Ganze wird durch elektronische Fahrplankästen an den Haltestellen ergänzt. Der NWL, VRR und go.Rheinland arbeiten dabei Hand in Hand, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen.
Die Bauwelle wird ihren Höhepunkt zwischen dem 31. Juli und 21. August erreichen, und das merkt man schon jetzt. Wer also plant, im Sommer mit der Bahn zu reisen, sollte sich gut vorbereiten und immer einen Plan B in der Tasche haben.
