Eintritt für den Dom: Ein neues Kapitel in der Kölner Geschichte
Heute ist der 1. Juli 2026 und es ist ein spannender Tag für den Kölner Dom! Der Eintrittspreis von zwölf Euro für die Besichtigung des beeindruckenden Bauwerks wurde endlich eingeführt. Bereits im Vorfeld gab es viel Gesprächsstoff: In etwa zwei Wochen haben rund 4.000 Besucher ihre Tickets online oder an der neuen Ticketkasse in der Nähe des Doms erworben. Domsprecher Markus Frädrich gab gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bekannt, dass die ersten Tickets am 15. Juni verkauft wurden. Und ja, die Schlange vor dem Hauptportal war lang, aber wie das so ist – sie löste sich schnell wieder auf, als die ersten Gäste um 10 Uhr eintraten.
Natürlich gibt es unterschiedliche Reaktionen auf die neue Regelung. Während viele ausländische Touristen aus Schweden und Australien wenig Probleme mit dem Eintrittspreis haben und bereitwillig zahlen, gibt es unter den Kölnern gemischte Gefühle. Einige sind verständlicherweise frustriert, schließlich zahlen sie bereits Kirchensteuer. Dompropst Guido Assmann berichtet von diesen gemischten Reaktionen und einer wirklich bewegenden Spende einer Besucherin – das zeigt, wie sehr den Menschen der Erhalt des Doms am Herzen liegt.
Neue Zeiten im Dom
Der Kölner Dom, der jährlich von etwa sechs Millionen Menschen besucht wird, hat sich mit der Einführung des Eintrittsgeldes in eine neue Ära begeben. Der Zugang zum gesamten Dom bleibt nur zahlenden Gästen vorbehalten, während der eingeschränkte Bereich weiterhin für diejenigen geöffnet ist, die eine Kerze anzünden oder beten möchten. Der Eintrittspreis soll dazu beitragen, Pflege, Schutz und Betrieb des beeindruckenden Gotteshauses in der Zukunft zu sichern. Besonders an Feiertagen und während der Messen bleibt der Eintritt kostenlos, was eine schöne Geste ist.
Die Atmosphäre im Dom hat sich merklich verändert. Es ist ruhiger geworden – vielleicht auch, weil die Besucher nun mehr auf den Ort achten. Die neuen Öffnungszeiten, täglich von 10 bis 17:45 Uhr, und an Sonn- und Feiertagen von 13:30 bis 16:30 Uhr, geben den Menschen die Möglichkeit, den Dom in aller Ruhe zu genießen. Und die Ticketzahlen? Die könnten, so die Befürchtungen, durch das Eintrittsgeld zurückgehen. Doch es ist noch zu früh, um darüber zu spekulieren. Die Situation wird in den nächsten sechs Monaten genau beobachtet, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.
Ein Blick in die Zukunft
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die geplante Einführung einer Besichtigungsgebühr ab dem 1. Juli 2026. Gottesdienste bleiben weiterhin kostenlos, und das Nordquerhaus ist außerhalb der Gottesdienstzeiten für persönliche Gebete und Kerzenentzündungen geöffnet. Die Finanzierung des Kölner Doms wird immer herausfordernder – gestiegene Personal- und Sachkosten belasten das Budget. Mit einem Wirtschaftplan von rund 16 Millionen Euro für 2026 wird klar, dass der Erhalt des Doms eine finanzielle Herausforderung darstellt.
Das alles geschieht im Kontext einer sich wandelnden Wahrnehmung des Doms: Die Menschen zeigen sich bereit, für den Erhalt zu zahlen, während sie gleichzeitig nachdenklich über die Veränderungen reagieren. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Kölner Dom in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird – ein Ort, der nicht nur Geschichte, sondern auch die Herzen der Menschen berührt.
