In der aktuellen politischen Landschaft Deutschlands sorgt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) für mächtig Aufsehen. Besonders ins Rampenlicht gerückt ist Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU, der laut einer Recherche des Portals „Frag den Staat“ mehrere Reden und Gastbeiträge mithilfe von KI erstellt haben soll. Ein echtes Novum, könnte man sagen! Auch Karsten Wildberger, der Bundesdigitalminister, steht im Verdacht, sich bei seinen Texten auf KI zu stützen. Es könnte eine spannende Zeit für die politische Kommunikation werden, aber auch eine moralische Gratwanderung.

Die thüringische Staatskanzlei hat inzwischen bestätigt, dass KI-Tools zur Unterstützung bei der Erstellung von Reden und Texten eingesetzt werden. Viele sehen das als „zeitgemäßes Werkzeug“, das bald zum Alltag moderner Organisationen gehören kann. Aber hey, wo bleibt da die menschliche Note? Es gibt schließlich keine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte, was zu einem echten Dilemma führt. Was ist noch echt, und was ist KI? Ein bisschen wie im Film, nur dass wir hier nicht die Helden sind, sondern die Abgeordneten.

Politik und KI: Ein zweischneidiges Schwert

Eine ZDF-Umfrage zeigt, dass viele Ministerpräsidenten und ihre Teams tatsächlich KI-Werkzeuge in ihrer täglichen Arbeit nutzen. Das könnte ja fast als Fortschritt gelten! Aber Johannes Hillje, ein Politikberater, hat dazu eine ganz andere Meinung. Ihm geht es nicht um den Einsatz an sich, sondern um die Art und Weise, wie KI verwendet wird. Die Diskussion wird hitziger, und Mathias Döpfner von Axel Springer sieht keinen Grund zur Aufregung. Aber die Kritiker – die sind laut! Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat Voigts Text offline genommen und das „Handelsblatt“ hat den Gastkommentar von Wildberger nach den Vorwürfen gelöscht. Man könnte meinen, die Welle der Empörung bricht über uns herein.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner fordert eine Kennzeichnung des KI-Einsatzes in politischen Texten. Das ist doch ein guter Schritt, oder? Hillje warnt jedoch, dass der Einsatz von KI und die Verwendung erfundener Zitate das Vertrauen in Politiker und Parteien erschüttern können. Das ist ein echter Schuss ins eigene Knie! Jaqueline Schäfer, die ehemalige Präsidentin des deutschen Redenschreiber-Verbands, äußert sich ebenfalls kritisch: KI kann keine guten Reden schreiben. Sie betont, dass menschliche Überarbeitung unerlässlich ist. Und sie hat recht, das merkt man deutlich, wenn man sich die Qualität mancher Reden anschaut.

Die ethische Dimension von KI

Ein weiteres, spannendes Kapitel in diesem Thema ist die ethische Dimension der Künstlichen Intelligenz. Laut einer UNESCO-Empfehlung zur Ethik der Künstlichen Intelligenz, die im November 2021 verabschiedet wurde, haben KI-Systeme zwei Gesichter. Auf der einen Seite erleichtern sie unseren Alltag, erkennen Krankheiten frühzeitig und unterstützen den Erhalt der Artenvielfalt. Auf der anderen Seite können sie jedoch auch für ethisch bedenkliche Maßnahmen eingesetzt werden, wie etwa zur Unterdrückung von Meinungsvielfalt und Diskriminierung von Minderheiten. Das ist eine fesselnde, aber auch beängstigende Vorstellung.

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Die Deutsche UNESCO-Kommission setzt sich für die Umsetzung dieser ethischen Vorgaben in Deutschland ein. Sie informiert politische Entscheidungsträger, organisiert Fachveranstaltungen und gibt Publikationen heraus. Zudem wird der internationale Austausch zu ethischer KI gefördert. Die Herausforderung, gemeinsame ethische Standards für KI zu entwickeln, ist groß – besonders für Länder mit schwachen Strukturen. Hier sind wir auf einem schmalen Grat zwischen Fortschritt und Verantwortung.

So stehen wir hier, am Puls der Zeit, in einer Welt, in der KI nicht nur eine Rolle spielt, sondern vielleicht sogar die Hauptrolle in der politischen Kommunikation einnehmen könnte. Und während die Diskussionen weitergehen, bleibt die Frage: Wie viel Menschlichkeit ist noch in der Politik erkennbar, wenn die Technologie immer mehr das Sagen hat?