In Köln brodelt es – und das nicht nur bei den Temperaturen! Die leidenschaftlichen Veranstalterinnen der Südbrücke haben sich den Herausforderungen der letzten Monate mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit gestellt. Anfang des Jahres stand die Bauaufsicht vor einem Dilemma: Nach einem Verbot für Veranstaltungen an dem beliebten Standort, drängten die Stimmen der Öffentlichkeit, und siehe da, zwei Wochen später musste die Behörde umdenken. Allerdings blieb unklar, warum im letzten Jahr Genehmigungen erteilt wurden, während die Stadt in diesem Jahr eher zurückhaltend agiert. Ein echtes Rätsel, wenn man bedenkt, dass die Stadt Köln in der Vergangenheit kaum Erklärungen für ihre Entscheidungen abgab.

Die Südbrücke, das größte privat betriebene Festivalgelände der Stadt, hat sich als beliebter Ort für Konzerte, Märkte und vielfältige Veranstaltungen etabliert. Künstler wie Peter Fox, Manu Chao und Kraftklub haben hier bereits die Bühne gerockt. Sogar Kinderfestivals finden ihren Platz auf dem Gelände. Trotz der Schwierigkeiten, die der Betreiber in den letzten Jahren hatte, bleibt der Einsatz für das kulturelle Leben in Köln ungebrochen. Immerhin fanden im vergangenen Jahr 22 Veranstaltungen statt, die auf einem Erlass der NRW-Landesregierung basierten. Die Stadt argumentiert, dass die neuen Regelungen nicht auf die Südbrücke anwendbar seien, weil dort nicht nur temporäre Nutzungen stattfinden. Das lässt einen schon etwas schmunzeln, oder?

Der Kampf um die Genehmigung

Die Dauergenehmigung für die Südbrücke steht seit Jahren aus. Die Betreiber haben bereits vor zwei Jahren eine solche beantragt. Aber wie das oft so ist: Der Teufel steckt im Detail! Bei den Diskussionen mit der Bauaufsicht geht es nicht nur um die Genehmigung, sondern auch um geschützte Zauneidechsen und Anwohnerbeschwerden. Komischerweise wurden von der Stadt jedoch keine Beschwerden von Anwohnern vorgelegt. Das wirft Fragen auf! Die Stadt Köln scheint wenig Interesse an der alternativen Location zu zeigen und könnte sich durchaus klarer positionieren, um das kulturelle Engagement zu unterstützen.

Zudem gibt es einen Erlass vom NRW, der Veranstaltungen mit bis zu 25 Events pro Jahr und unter 5000 Personen regelt. Das sollte doch eigentlich für etwas Entspannung sorgen, oder? Dennoch bleibt die Frage, warum die Bauaufsicht so zögerlich agiert. Die Betreiber der Südbrücke haben sich in den sozialen Medien bedankt und zeigen, dass sie trotz aller Widrigkeiten weiterhin für ihre Vision kämpfen. Ganz im Sinne der Kölner Kultur, die Vielfalt und Alternativen braucht.

Unterstützung aus der Freien Szene

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Köln den Open Air Infrastrukturfonds (OAIF) ins Leben gerufen, um temporäre Open Air Spielstätten zu fördern. Das ist ein kleiner Lichtblick für die Veranstalterinnen der Freien Szene, die auf der Suche nach Möglichkeiten sind, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Die Förderkriterien sind vielversprechend: Genehmigungsfähigkeit, lange Bespielung während der Open Air Saison, Diversität der Veranstaltungsformate und nicht zuletzt die Berücksichtigung von Akteur*innen der Freien Szene bei der Terminvergabe. Das klingt doch nach einer Chance, die es zu nutzen gilt!

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Die Kölner Kultur braucht dringend Freiräume, und die Südbrücke könnte genau so ein Ort sein. Doch die Stadt muss sich dieser Herausforderung stellen und klar Stellung beziehen, um endlich den fruchtbaren Boden für alternative Kultur zu schaffen. Denn eines ist klar: Köln kann und will sich nicht nur auf Hochkultur und Mainstream-Events verlassen. Da geht noch viel mehr, und die Menschen sind bereit, dafür zu kämpfen!