Heute ist der 31.05.2026 und in Köln-Kalk tut sich einiges. Das Odysseum, einst ein Ort für Abenteuer und Erlebnisse, wird gerade umgebaut. Über 160 Millionen Euro fließen in die Transformation, die das Gebäude in eine Gesamtschule verwandeln soll. Generalunternehmer Goldbeck hat dabei die Zügel in der Hand, während die Stadt Köln für rund 8,7 Millionen Euro jährlich in die Miete der neuen Schule investieren wird. Wer die Corintostraße entlang schlendert, kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass hier mehr als nur kleine Anpassungen vorgenommen werden.
Die Passanten sind oft überrascht, wenn sie sehen, wie umfangreich der Abriss voranschreitet. Man könnte fast denken, das Gebäude sei auf dem Weg zur völligen Zerschlagung. Tatsächlich hat eine Sprecherin der Stadt erklärt, dass das Odysseum in seiner vorherigen Nutzung relativ „hohl“ war. Das klingt ein wenig nach dem typischen Kölner Humor, aber es erklärt, warum der Rückbau so gewaltig erscheint. Glücklicherweise bleibt 50 Prozent der Bausubstanz erhalten, insbesondere das Untergeschoss. Ein kleiner Trost, wenn man sieht, wie die Bagger wütend ihre Arbeit verrichten.
Ein Wandel für die Zukunft
Die neue Schule ist mehr als nur ein Gebäude – sie wird ein Ort des Lernens für rund 1000 Schüler. Zum Schuljahr 2028/29 sollen die ersten Klassenräume bezogen werden. Die Stadt hat sich einiges einfallen lassen, denn eine Schule benötigt ganz andere Funktionalitäten, Statik und Gebäudetechnik. Es ist also nicht verwunderlich, dass größere Anpassungen notwendig sind. Dabei war der Rückbau in diesem Umfang von Anfang an eingeplant, um den Zeit- und Kostenplan einzuhalten. Man kann sagen, die Stadt versucht, es richtig zu machen und nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben.
Wohin der Umbau führen wird? Das bleibt spannend. Ein Ort, der einst für Naturwissenschaften und Technik begeistert hat, wird nun zu einem Lernzentrum für die nächste Generation. Die Baustelle mag chaotisch wirken, doch der Plan steht. Und während die Maschinen lärmen, träumen vielleicht schon die ersten Schüler von den neuen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten werden. Es wird sicherlich eine interessante Zeit für Kalk und seine Bewohner.