Heute ist der 18.05.2026, und ich sitze hier in Kalk, einem Stadtteil von Köln, der eine ganz besondere Geschichte hat. Man könnte fast sagen, es ist wie ein lebendiges Geschichtsbuch voller Geschichten von Menschen, die hierher gekommen sind, um ein neues Leben zu beginnen. Die Stadt Köln bereitet sich gerade darauf vor, ein bundesweit bedeutendes Migrationsmuseum zu eröffnen, das den Namen „Museum Selma“ tragen wird. Der Gedanke daran ist einfach überwältigend!
Die Idee hinter diesem Museum ist nicht nur, die Geschichten von Gastarbeitern und Geflüchteten zu erzählen, sondern auch, eine Plattform zu schaffen, auf der die Stimmen dieser Menschen gehört werden. Viele von ihnen haben Erfahrungen gemacht, die geprägt sind von Trennung, Angst, und leider auch Rassismus. Doch das Museum soll nicht nur die dunklen Seiten beleuchten, sondern auch die Momente der Solidarität und des Versuchs, Teil der Gesellschaft zu werden. Es ist eine spannende Reise durch die Zeit, in der etwa 150.000 Objekte aus dem Alltag von Migranten und Geflüchteten gesammelt wurden – von einem Lungenvolumenmessgerät aus Istanbul bis hin zu Kassetten, auf denen Kinder Nachrichten an ihre Eltern schicken. Das macht einen echt nachdenklich!
Ein Ort der Erinnerung
Das Museum Selma soll ein Ort der Erinnerung und des Dialogs werden, der Geschichten von Abschied und Ankunft erzählt. Der Name „Selma“ selbst – er steht für Frieden in mehreren Sprachen und bringt eine weibliche Perspektive auf das Thema Migration mit sich. Das ist doch mal eine schöne Idee, oder? Besucher, die selbst Flucht- oder Einwanderungsgeschichte haben, finden oft Trost in den Erzählungen anderer. Es ist wie ein unsichtbares Band, das sie miteinander verbindet. Die Kölner Stadtverwaltung hat bereits grünes Licht gegeben, aber es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Integration des Museums in das Kulturzentrum am Neumarkt. Das könnte eine Herausforderung werden, denn die Debatten darüber sind nicht gerade von einem harmonischen Miteinander geprägt.
Schließlich hat der Rat der Stadt Köln 2018 beschlossen, dass die DOMiD gGmbH als Träger für das Museum verantwortlich sein soll und nicht die Stadt selbst. Das ist ein entscheidender Punkt, denn die Bundesförderung für das Projekt hängt von einem eigenständigen Neubau ab. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, das Museum in der ehemaligen „Halle 70“ in Köln-Kalk unterzubringen, aber die Kosten sind explodiert, und jetzt wird über eine reduzierte Version nachgedacht. Ein Migrationsmuseum in Kalk wäre besonders sinnvoll, denn hier leben viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Es wäre eine Möglichkeit, ihre Geschichten mit ihnen und für sie zu erzählen.
Kulturelle Entwicklung und Herausforderungen
Kalk ist nicht nur ein Stadtteil, sondern auch ein Ort mit einer bedeutenden kulturellen Geschichte. Die Entwicklung des Museums ist Teil stadtentwicklerischer Bemühungen und könnte zur kulturellen Blüte des Rechtsrheinischen beitragen. Doch der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Köln sieht Klärungsbedarf. Fragen zur Eigenständigkeit des Museums und den Auswirkungen auf bestehende Einrichtungen im Kulturzentrum stehen auf der Tagesordnung. Das ist wichtig, damit die Perspektiven der Communities auch wirklich berücksichtigt werden.
Oberbürgermeister Torsten Burmester hat die Suche nach Lösungen zur Chefsache erklärt. Es ist ermutigend zu sehen, dass auch aus der Bundespolitik Unterstützung kommt, insbesondere von Grünen-Bundestagsabgeordneten wie Lamya Kaddor, die die Bedeutung des Museums für die Erinnerungskultur betont. Es bleibt spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird, und ich bin auf jeden Fall gespannt, wo die Reise für das Museum Selma hinführt – und vor allem, welche Geschichten wir dort entdecken werden!