Much: Ein Fest der Begegnung und Inspiration im Herzen des Bergischen Landes
Heute ist der 13.07.2026 und während ich hier in Höhenberg sitze, schwirren mir die Gedanken zur beeindruckenden Veranstaltung in Much, die kürzlich das große Finale der Regionale Bergisches Rheinland 2025 gefeiert hat. Ein wirklich aufregendes Event, das nicht nur die Lebensqualität im ländlichen Raum stärken wollte, sondern auch zahlreiche Begegnungsräume geschaffen hat. Die Gemeinde Much, die im „Dreiländereck“ von Rhein-Sieg-Kreis, Oberbergischem und Rheinisch-Bergischem Kreis liegt, platzierte sich als Herzstück dieser Initiative. Es war, als ob die gesamte Region sich um diesen einen Ort versammelte.
Knapp 60 Projekte wurden gewürdigt und das große Zirkuszelt neben dem Fit-Hotel war der perfekte Ort dafür – ein Raum voller Leben, Gespräche und Musik. Die Jazzmusiker Roman und Julian Wasserfuhr trugen mit ihren regional inspirierten Musikstücken zur festlichen Atmosphäre bei. Man konnte förmlich spüren, wie die Klänge durch das Zelt schwebten und die Menschen zusammenbrachten. Ein Einspielfilm zeigte beeindruckende Beispiele, wie die Villa Much oder die Stadt Blankenberg, die die Vielfalt und Schönheit der Region widerspiegeln.
Gesellschaftliches Engagement und Herausforderungen
Bürgermeister Karsten Schäfer sprach mit Nachdruck über die Notwendigkeit, gesellschaftliches Engagement zu fördern. Trotz der Einschränkungen durch das Haushaltssicherungsgesetz, das die Unterstützung lokaler Vereine in Frage stellt, war die Botschaft klar: Wir dürfen nicht aufgeben! Thomas Pennartz, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Köln, betonte sogar, dass bürgerschaftliches Engagement eine Pflichtaufgabe sei. Das sind starke Worte, die zum Nachdenken anregen.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Diskussionsrunde, in der Größen wie Franz Meurer, Aleida Assmann, Julia Schöning und Jürgen Becker ihre Gedanken teilten. Assmann sprach über den Gemeinsinn und die essenzielle Bedeutung von Engagement für die Mitmenschen. Jürgen Becker, mit einem Augenzwinkern, verglich den Gemeinsinn mit Themen aus der Fernsehsendung „Der siebte Sinn“. Man spürte die Leidenschaft und die Überzeugung, die in jeder Aussage mitschwang.
Begegnungsräume im ländlichen Raum
Die Talkgäste hoben die Wichtigkeit von Begegnungsräumen hervor. „Wir brauchen Orte, an denen sich die Menschen treffen können“, sagte Becker und bemerkte, dass bei ländlichen Auftritten alle Generationen anwesend sind. Das ist in Städten oft anders, wo meist nur die älteren Semester im Publikum sitzen. Ein wichtiger Punkt, der die Vielfalt und die bunte Mischung des Lebens in Much widerspiegelt. Franz Meurer erinnerte an die Rolle von Stiftungen im bürgerschaftlichen Engagement und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Es war ein Gespräch, das nicht nur informativ war, sondern auch bewegte.
Die Fragilität der Demokratie wurde von Becker und Assmann thematisiert. Die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Ethos wurde zum zentralen Thema der Diskussion. Man konnte die Besorgnis in der Luft förmlich spüren, aber auch den ungebrochenen Willen, etwas zu verändern. Es ist diese Mischung aus Sorge und Hoffnung, die das ländliche Leben prägt.
Insgesamt war das Finale der Regionale ein Fest der Begegnung, der Ideen und des Engagements. Much hat sich als ein Ort des Miteinanders und der Inspiration präsentiert – und das ist erst der Anfang! Wer weiß, welche weiteren Projekte und Initiativen die Region in Zukunft hervorbringen wird?
