Malte Stump, ein leidenschaftlicher Geigenbauer aus Köln-Kalk, hat es nicht leicht. Gerade jetzt, wo er einen Kontrabass aus dem 18. Jahrhundert nach Gstaad transportiert – für ein Musikfestival, das sicher nicht auf das letzte Quäntchen Klang verzichten möchte. In Basel hat er nur drei Minuten Zeit, um die Gleise zu wechseln. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der jede Minute zählt. Wenn man bedenkt, dass er in seiner kleinen, aber feinen Werkstatt, die nur 34 Quadratmeter misst, bereits zahlreiche Streichinstrumente repariert, wird klar, dass Stump ein echter Meister seines Fachs ist.

Mit modernster Technik im Gepäck – einem 3D-Drucker, einer CNC-Fräse und einem Lasercutter – hat er sich in der Geigenbauszene einen Namen gemacht. Er ist einer der wenigen Geigenbauer in Deutschland, die solche Verfahren anwenden. Stump hat nicht nur die Fähigkeit, Instrumente zu reparieren, die bis zu 300 Jahre alt sind, sondern auch die Leidenschaft, sich mit jedem Riss und jeder Abnutzung auseinanderzusetzen. Dabei nutzt er Technologien wie UV-Licht, um den Zustand und die Originalität der Instrumente zu bewerten. Ein bisschen wie ein Arzt für Geigen, könnte man sagen.

Ein Neuanfang in Köln-Kalk

Nach mehreren Jahren an verschiedenen Orten kehrt Malte nun zurück nach Köln, um seine eigene Restaurierungswerkstatt für Streichinstrumente zu eröffnen. Ein mutiger Schritt, der mit hohen Kosten und Investitionen verbunden ist. Die Betriebskosten sind zwar gedeckt, doch das persönliche Budget – naja, der Kühlschrank ist ziemlich leer. In der Anfangsphase wird er sich auf die Renovierung, Einrichtung und Kundenakquise konzentrieren müssen. Spannend, aber auch herausfordernd!

Um diesen Neuanfang zu stemmen, bittet Malte um Unterstützung. Ein paar kleine Spenden für seine Grundversorgung, wie Miete, Strom und Lebensmittel. Er hat eine persönliche Verbindung zu den Instrumenten, die er transportiert und restauriert. Diese Verbindung ist es, die seinen Beruf so einzigartig macht. Die ersten Einnahmen werden sicherlich bescheiden sein, aber Stump ist optimistisch. Er freut sich darauf, die Unterstützer bald in seiner Werkstatt willkommen zu heißen und ihnen die Geschichten hinter den Instrumenten zu erzählen.

Die Kunst des Geigenbaus

Ein Geigenbauer muss die Geheimnisse des klanglichen Potenzials von Musikinstrumenten kennen. Faktoren wie die Bauweise, die Stellung von Steg, Stimmstock und Griffbrett müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein. Nur so entsteht die ideale Schwingung und der perfekte Klang. Hierbei kommen auch die physikalischen Zusammenhänge ins Spiel – kein diffuses „Bauchgefühl“, sondern präzise Technik. Stump nutzt die neuesten Erkenntnisse und arbeitet mit Experten zusammen, um die Prinzipien des Geigenbaus zu verstehen und anzuwenden.

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Seine Erfahrung in der Restauration historischer Instrumente und die Analyse alter Techniken, wie etwa Lackarbeiten, fließen in seine Arbeit ein. Sogar beim Bau neuer Instrumente kann er auf das Wissen der alten Meister zurückgreifen. Klänge, die herausragend sind, beschreibt er nicht nur, sondern reproduziert sie mit größter Genauigkeit. Und das alles, um sicherzustellen, dass auch in vielen Jahren keine klanglichen Enttäuschungen auftreten. Malte Stump ist ein Geigenbauer, der nicht nur Instrumente, sondern auch Geschichten und Erinnerungen transportiert.