Heute ist der 21.04.2026, und die Kölner SPD steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Am 25. April 2026 wählt die Partei ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahlen 2027. Dieser Termin fällt ganz zufällig genau ein Jahr vor den Wahlen, wie die Co-Parteichefin Claudia Walther betont. Die Spannung steigt, denn die Kölner SPD hat viel zu verlieren, aber auch einiges zu gewinnen.
Die Fraktionsvorsitzenden Jochen Ott und Lena Teschlade sind erneut im Rennen. Ott, der seit 2010 Abgeordneter ist, geht als Spitzenkandidat der NRW-SPD in die Wahlen. Er kann seinen Platz im Landtag durch die Liste als sicher betrachten und muss nicht auf einen Sieg in seinem Wahlkreis Köln III setzen. Teschlade hingegen hat sich im Wahlkreis Köln IV behauptet und wird ein neuerlicher Erfolg zugetraut. Carolin Kirsch, die im Wahlkreis Köln VII gewonnen hat, tritt nicht wieder an, was den Weg für mehrere Interessierte ihrer Nachfolge ebnet.
Die Kandidaten und Herausforderungen
Im Vorfeld der Nominierung hat Berit Kranz bei einer Vorab-Nominierung im Stadtbezirk großes Interesse geweckt, während die Bewerbungen von Klein und Jacquemain zurückgezogen wurden. Christian Joisten, der im Wahlkreis Köln V antritt, hat bislang keine interne Konkurrenz. Joisten verlor 2022 knapp gegen Florian Braun von der CDU und hofft nun auf eine Revanche. Die Duelle in Köln I zwischen Leon Boness und Heidi Irlenbusch sowie in Köln II zwischen Lisa Steinmann und Andre Schirmer stehen ebenfalls an.
Steinmann hatte 2012 das Direktmandat in Köln II gewonnen, verlor es jedoch 2017. Andre Schirmer, der Co-Vorsitzende der Kölner SPD, teilt sich den Parteivorsitz mit Claudia Walther und wird mit Spannung beobachtet. Die Kölner SPD hat bereits Erfolge vorzuweisen, wie die Oberbürgermeisterwahl, aber die Mitglieder sind sich einig, dass sie sich im Stadtrat besser platzieren möchten.
Potenzial in der Kandidatensuche
Die Kölner SPD sieht nicht nur Herausforderungen, sondern auch viel Potenzial in der Kandidatensuche. Die anstehenden Wahlen bieten die Möglichkeit, die Partei neu aufzustellen und frischen Wind in die politischen Reihen zu bringen. Mit den Wahlen 2027 vor der Tür, ist es an der Zeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen und mit einem starken Team an die Wählerinnen und Wähler heranzutreten.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, nicht nur für die Kölner SPD, sondern auch für die politische Landschaft in Nordrhein-Westfalen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kandidaten und Kandidatinnen positionieren und welche Themen im Wahlkampf im Vordergrund stehen werden. Eins ist sicher: Köln kann sich auf einen spannenden Wahlkampf freuen.