Im Kölner Johannes-Giesberts-Park, einem Ort, der eigentlich zum Verweilen und Entspannen einlädt, wird es demnächst ganz schön turbulent zugehen. Dort werden mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Eine erste Überprüfung hat bereits bis zu 150 verdächtige Stellen ans Licht gebracht! Das klingt fast wie aus einem alten Kriegsfilm, aber es ist bittere Realität. Die Stadt Köln hat für den 12. Juni eine genauere Überprüfung angesetzt. Bis dahin bleibt der Park allerdings komplett abgesperrt.

Besonders brisant wird die Situation, weil das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße in der Nähe liegt. Sollte tatsächlich eine Weltkriegsbombe gefunden werden, drohen Evakuierungen im Umfeld – und das betrifft natürlich auch die kleinen Patienten. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie hektisch die Situation werden könnte, wenn Patienten möglicherweise auf andere Einrichtungen verteilt werden müssen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMD) aus Düsseldorf wird dann am 13. Juni zur Entschärfung anrücken. Ein bisschen wie bei einem Actionfilm, nur dass es hier um echte Menschenleben geht!

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Hintergründe dieser Sondierungsarbeiten sind nicht von schlechten Eltern. Sie stehen im Zusammenhang mit der geplanten Umgestaltung des Parkgeländes – es sollen neue Rundwege geschaffen und frische Bäume gepflanzt werden. Die Arbeiten sollen bis spätestens Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Das klingt ja alles sehr schön und gut, aber im vergangenen Jahr gab es bereits einen Vorfall, bei dem ein Bagger eine Weltkriegsbombe berührt hat. Das hat natürlich für große Aufregung gesorgt und eine sofortige Entschärfung erforderlich gemacht.

Im Kölner Stadtgebiet wurden 2025 stolze 50 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 24 dieser Sprengbomben haben sogar 19 Evakuierungen der Bevölkerung notwendig gemacht. Man kann sich vorstellen, wie viele Menschen betroffen waren – insgesamt 69.562 Kölnerinnen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die größte Evakuierung fand im Juni 2025 an der Deutzer Werft statt, wo über 20.000 Anwohnerinnen betroffen waren. Das macht einem schon ein wenig nachdenklich, oder?

Ein fortwährendes Problem

Die Stadt Köln zieht mittlerweile eine Bilanz zur Suche nach Kampfmitteln und kommt zu dem Schluss, dass das Thema noch lange relevant bleibt. Experten schätzen, dass wir uns noch weitere 80 Jahre mit diesen „Zeitbomben“ auseinandersetzen müssen. Das ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass im Zweiten Weltkrieg 1,5 Millionen Bomben auf Köln fielen. Einige dieser Blindgänger schlummern noch im Erdreich und führen mehrmals jährlich zu Evakuierungen.

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Im Mai gab es erst kürzlich einen Großeinsatz zur Entschärfung einer amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe in Köln-Lindenthal. Die Uniklinik lag im Evakuierungsradius – die Anwohner reagierten allerdings erstaunlich gelassen. Es ist fast schon ein bisschen absurd, wie sehr man sich an diese Situation gewöhnt hat, nicht wahr? Historiker wie Dr. Max Plassmann betonen, dass die geografische Nähe zu England Köln häufigen Luftangriffen aussetzte. So wird der Johannes-Giesberts-Park also nie nur eine grüne Oase sein, sondern bleibt auch ein Ort mit einer schweren Geschichte.

Die Stadt hat elf Angestellte in der Fachgruppe „Kampfmittelangelegenheiten“, die sich um die vielen Anträge auf Luftbildauswertung kümmern. In den letzten zehn Jahren wurden etwa 150 Blindgänger entschärft. Und wenn man bedenkt, dass die meisten Bomben donnerstags gefunden werden, dann ist der Donnerstag vielleicht nicht der beste Tag für einen Spaziergang im Park. Aber hey, wer braucht schon einen Sonntagsspaziergang, wenn man sich mit der Geschichte der Stadt auseinandersetzen kann?