Heute ist der 11.06.2026, und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee mischt sich mit der Vorfreude auf das große Ereignis im Südstadion. Hier, in Neustadt-Süd, versammeln sich Menschen aus verschiedenen Nationen, um ein ganz besonderes Fußballturnier zu zelebrieren – den Kick2gether Euro Cup 2026. Die Atmosphäre ist elektrisierend, und es ist nicht nur der Fußball, der die Menschen anzieht. Es geht um viel mehr!
52 Mannschaften aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Polen und der Türkei sind hier, um ein Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe zu setzen. Inklusion wird hier nicht nur großgeschrieben, sie wird gelebt. Gökhan Erdek, der Trainer der Inklusionsmannschaft des FC Germania Zündorf, hat mit seinem Team diese einzigartige Veranstaltung ins Leben gerufen. Das Motto „Erlebnis vor Ergebnis“ ist nicht nur ein Spruch, sondern spiegelt die Philosophie wider, dass der Weg das Ziel ist – und das gilt umso mehr im Fußball für Menschen mit Behinderung.
Ein buntes Spektakel
Die Eröffnung des Turniers wird durch eine beeindruckende „Colorwall“ eingeläutet, die als Symbol für Vielfalt und Zusammenhalt fungiert. Man kann die Vorfreude in der Luft förmlich spüren, während die ersten Spieler mit einem breiten Lächeln auf dem Platz stehen. Auch das Rahmenprogramm hat einiges zu bieten: Mitmachaktionen für die Kleinen, mitreißende Musik von den Räubern, Funky Marys und dem Männerchor „Laut aber schief“ sorgen dafür, dass niemand stillsitzen kann. Es wird getanzt, gelacht und gefeiert!
Eine spannende Idee, die während der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland entstanden ist, nimmt hier Gestalt an. Der Verein ZosammeLevve hat sich dem Thema Inklusion und Chancengleichheit verschrieben und möchte mit diesem internationalen Turnier einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es geht nicht nur um die Spiele, sondern um die Begegnung der Menschen untereinander, das Abbau von Barrieren und das Feiern der Unterschiede.
Ein Turnier mit Zukunft
Und das Beste? Dieses Turnier soll nicht einmalig bleiben. Geplant ist, es alle zwei Jahre zu den Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften stattfinden zu lassen. Sport als Mittel zur Begegnung – das zeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Inklusion wird hier zum echten Sieger des Turniers, und das ist eine Botschaft, die weit über die Grenzen des Südstadions hinausgeht. Man spürt den Zusammenhalt, der hier herrscht, und das ist einfach nur schön.
Wenn man durch den Jean-Löring-Park schlendert, sieht man die strahlenden Gesichter der Spieler und Zuschauer. Die Freude am Spiel, die Begeisterung für das Miteinander – all das ist hier greifbar. Fußball verbindet, und dieses Turnier ist der lebende Beweis dafür. Es ist mehr als nur ein Wettbewerb, es ist eine Feier der Menschlichkeit.