In Köln ist eine traurige Nachricht in der Modewelt angekommen: Eterna, das traditionsreiche Unternehmen, das seit 163 Jahren Hemden und Blusen produziert, stellt seine Geschäftstätigkeit ein. Ein Insolvenz-Antrag wurde bereits im Dezember 2025 gestellt, und anscheinend gibt es kein Zurück mehr. Mehr als zwanzig potenzielle Geldgeber haben ihre Angebote zurückgezogen – ein klares Zeichen dafür, dass die Luft dünn geworden ist. Die Unternehmensführung hat jüngst mitgeteilt, dass eine Weiterführung des Betriebs in Passau ausgeschlossen ist. Dort, wo Eterna seit 1927 seinen Firmensitz hat, werden etwa 400 Mitarbeiter betroffen sein, die im Sommer 2026 ihre Arbeitsplätze verlieren.

In Köln wird es besonders schmerzlich: Zwei Filialen müssen schließen, eine im Shopping-Center Quincy und eine am Hauptbahnhof. Der Abverkauf der Bestände hat bereits begonnen – mit einem satten Rabatt von 50 Prozent. Und falls jemand auf der Suche nach einem Job ist – Aushilfskräfte werden bis Juni gesucht, um die letzten Bestände zu verkaufen.

Ein Schatten der Vergangenheit

Was für eine Entwicklung für Eterna! Das Unternehmen war eines der letzten großen Traditionshäuser der deutschen Bekleidungsindustrie. 2021 durchlief es ein Sanierungsprogramm, das leider nicht den erhofften Erfolg brachte. Die Modebranche in Deutschland steckt in einer Krise – die Umsätze sinken, während die Kosten für Gehälter, Energie und andere Ausgaben steigen. Die Corona-Pandemie hat dem Geschäft mit Business-Hemden einen weiteren Schlag versetzt. Eterna beschäftigte zuletzt knapp 900 Mitarbeiter, davon rund 280 in der Zentrale in Passau.

Die Schließung ist bereits vom Gläubigerausschuss genehmigt worden. Nur der Name „Eterna“ wird verkauft, eine Weiterführung des Geschäftsbetriebs in seiner bisherigen Form ist ausgeschlossen. Das macht die Sache nicht weniger bitter. Die Marke könnte also in anderer Form weiterleben, aber die Verbindung zu der Geschichte und den Menschen, die hinter Eterna standen, wird verloren gehen.

Die Zukunft der Modebranche

Ein Blick auf die aktuelle Situation der Modebranche zeigt: Diese ist alles andere als rosig. Die Veröffentlichung der Studie „Status Deutscher Mode 2024“ hat alarmierende Zahlen ans Licht gebracht. Zwischen 2019 und 2023 ist die Beschäftigung in der Branche um schätzungsweise 20 Prozent gesunken – das entspricht einem Verlust von jedem fünften Arbeitsplatz! Die Herausforderungen sind vielfältig, und die Branche muss sich neuen globalen Trends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung stellen. Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach vielen Produkten stark beeinflusst und die Marktstrukturen verändert.

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Die Ergebnisse der Studie wurden im November 2024 veröffentlicht, und sie zielt darauf ab, Diskussionen und Maßnahmen zur Zukunftssicherung der deutschen Modewirtschaft anzustoßen. Die digitale Präsentation der Ergebnisse wird für den 14. Januar 2025 organisiert. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklungen den Unternehmen helfen, sich neu zu orientieren und vielleicht sogar neue Chancen zu finden. Aber Eterna, das einst so stolze Unternehmen, ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, denen die Branche gegenübersteht.