Kitas in Gefahr: Was das neue Wohnungsprojekt in Ehrenfeld für Familien bedeutet
In der pulsierenden Kölner Stadtlandschaft tut sich mal wieder etwas – und zwar auf dem ehemaligen Siemens-Gelände in Ehrenfeld. Da hat sich Swiss Life Asset Managers (SLAM) etwas vorgenommen, das uns alle betrifft. Ursprünglich war eine drei- bis viergruppige Kindertagesstätte (Kita) im Wohnungsbauprojekt „Vierfalt“ geplant. Doch die Stadt Köln hat jetzt kurzerhand den Entfall der Kita angekündigt. Und damit wird’s interessant, denn das hat eine Änderung des Bebauungsplan-Entwurfs zur Folge. Ein kleiner Schock für alle, die auf neue Kita-Plätze gehofft hatten.
Die Stadt begründet diesen Schritt mit den aktuellen Bedarfen an Kita-Plätzen im Plangebiet – die bestehenden Einrichtungen sollen ausreichend sein. Eine Neubewertung der Kinderzahlen und der Versorgungsstruktur hat das ans Licht gebracht. Lustigerweise war bei der zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung Ende Januar/Anfang Februar 2023 noch nicht abzusehen, dass die Kita flachfällt. Der Sprecher von Swiss Life hat aber auch gleich eine positive Nachricht parat: Auf den Flächen der entfallenden Kita sollen zusätzliche geförderte Wohnungen entstehen. Insgesamt werden zehn mietpreisgünstige Wohnungen hinzukommen, was den Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen von 30% auf etwa 32% anhebt. Also, ein bisschen Licht am Ende des Tunnels!
Verschiebungen und öffentliche Beteiligung
Nun, der angestrebte Baubeginn, der für Herbst 2023 geplant war, wird sich voraussichtlich auf Anfang 2024 verschieben. Das zieht sich also etwas hin. Auch die Fertigstellung der „Vierfalt“-Wohnungen, die ursprünglich für Anfang 2020 angedacht war, wird sich verzögern. Wer hätte gedacht, dass wir so lange auf neue Wohnungen warten müssen! Umso wichtiger ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Eine dritte Öffentlichkeitsbeteiligung zur geänderten Bebauung ist für den Zeitraum vom 2. bis 17. Juli 2023 angesetzt. Hier können die Kölner Stellungnahmen schriftlich an die Stadt senden oder online abgeben. Das gibt doch die Chance, die eigenen Vorstellungen und Sorgen einzubringen!
Die Auslegung des geänderten Bebauungsplan-Entwurfs findet im Stadtplanungsamt in Köln-Deutz statt. Das ist die Gelegenheit, um direkt vor Ort zu sehen, was da eigentlich geplant ist. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit, die Kita zurück ins Spiel zu bringen? Wir wissen ja, wie wichtig solche Einrichtungen für Familien sind. Ein bisschen mehr Kita-Plätze könnten nicht schaden, das steht fest.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen rund um das Siemens-Gelände sind Teil eines größeren Trends in Köln. Die Stadt wächst, die Anforderungen an Wohnraum und soziale Infrastruktur steigen. Der Druck auf die Stadtverwaltung und Investoren, Lösungen zu finden, wird immer größer. Die Herausforderungen sind vielfältig – von der Bereitstellung von Wohnraum bis hin zur Sicherstellung von Betreuungsplätzen für Kinder. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Die Kölner haben nun die Chance, aktiv am Prozess teilzunehmen, und das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!
