Am 2. April 2026 kam es zu einem schockierenden Vorfall in einem ICE, der in Köln hielt. Ein 20-jähriger Mann, dessen Name noch nicht veröffentlicht wurde, sorgte während der Oster-Reisewelle für Panik. Er drohte mit einem Anschlag und ließ mehrere Böller, die sich als Softair Granaten herausstellten, explodieren. Zehn bis elf Personen erlitten bei der Explosion oberflächliche Verletzungen. Der Mann, der ein Messer mit sich führte und damit offenbar gegen Fahrgäste im Zug vorgehen wollte, war der Polizei bereits wegen diverser Delikte bekannt – darunter Diebstahl, Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens. Es ist eine wirklich beunruhigende Situation.
Der junge Mann war bereits zweimal als Prüffall eingestuft worden, jedoch ohne die Einstufung als „PeRiskoP“ (Person mit Risikopotenzial). Im Rahmen dieses Programms, das zur Früherkennung potenzieller Gewalttäter in Nordrhein-Westfalen dient, wurde er 2024 und 2025 überprüft. Doch belastbare Ergebnisse blieben aus. Erst nach dem Vorfall im ICE wurde er als Risikoperson eingestuft. Interessanterweise blieben die genauen Beweggründe unklar, denn bei der Durchsuchung seiner Sachen fand die Polizei Nazi-Literatur, religiöse Schriften und wirre Manifeste. Das lässt tief blicken, nicht wahr?
Ein Blick auf „PeRiskoP“
Das „PeRiskoP“-Programm zielt darauf ab, durch Vernetzung von Polizei, Schulen, Gesundheitsämtern und psychiatrischen Einrichtungen, potenzielle Gewalttäter frühzeitig zu erkennen. Innenminister Reul hat wiederholt betont, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Trotz der Identifizierung von Risikopersonen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Übergriffen – man denke nur an die Messerangriffe auf einen Obdachlosen und eine Lehrerin in Essen. Das wirft Fragen auf! Nach mehreren ähnlichen Vorfällen im Herbst 2024 kündigte Reul eine Evaluation von „PeRiskoP“ an, doch diese steht bis heute aus.
Die besorgniserregenden Entwicklungen beim „PeRiskoP“-Programm sind Teil eines größeren Bildes. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat das SKiD-Dashboard entwickelt, um der Bevölkerung Zugang zu Daten über Sicherheit und Kriminalität in Deutschland zu ermöglichen. Nutzer können Statistiken nach Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund aufrufen. Die Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle von SKiD 2024 wurden erst am 20. April 2026 veröffentlicht. Es ist wichtig, diese Informationen im Hinterkopf zu haben, wenn man über die Sicherheitslage in unserem Land nachdenkt.
Der Vorfall im ICE wird sicherlich noch lange in den Köpfen der Menschen bleiben, insbesondere in Köln-Deutz, wo die Ereignisse ihren Lauf nahmen. Der Mann wurde schließlich in Siegburg festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Frage bleibt, wie viele solcher Fälle noch auf uns zukommen werden und ob die Maßnahmen zur Prävention von Gewalt in NRW wirklich ausreichen.