Heute ist der 6.05.2026. In Deutschland tut sich was! Die Energiewende, das große Vorhaben der Bundesregierung, nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Und das ist auch nötig, denn die ambitionierten Ziele im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie im Windenergie-auf-See-Gesetz sind nicht von Pappe. Bis 2030 möchte man die Leistung der Windkraftanlagen auf beeindruckende 145 Gigawatt mehr als verdoppeln. Bis 2045 sind sogar 230 Gigawatt angestrebt. Ähnlich sieht es bei der Solarenergie aus: Hier sollen bis 2030 215 Gigawatt und bis 2045 ganze 400 Gigawatt erreicht werden. Ein ambitioniertes Unterfangen, das auch mit einigen Herausforderungen einhergeht.
Besonders spannend ist die Entwicklung der letzten Jahre. Während der Bau von Windkraftanlagen 2025 hinter den Zielen zurückblieb – sage und schreibe 8,9 Gigawatt weniger als geplant – hat die Solarenergie das Jahresziel 2025 um 11,8 Gigawatt übertroffen. Nun, das zeigt schon mal, dass die Sonne in Deutschland eine verlässliche Quelle ist. Die Bundesnetzagentur hält uns regelmäßig mit aktuellen Daten zu neuen Solar- und Windkraftanlagen auf dem Laufenden, und das ist gut so. Schließlich muss man ja wissen, wo die Reise hingeht. Niedersachsen führt mit der höchsten Gesamtleistung an Windkraftanlagen, während Schleswig-Holstein bei der Leistung pro Quadratkilometer die Nase vorne hat. Fast 40 Prozent der Windkraft in Deutschland kommen aus den norddeutschen Bundesländern – das ist schon ein ganz schöner Batzen!
Die Herausforderungen der Energiewende
Doch so einfach ist das nicht. In Bayern beispielsweise gibt es strenge Abstandsregelungen zu Siedlungen, die den Windkraftausbau stark einschränken. Das ist ein echtes Problem für die Energiewende. Im Süden hingegen wird mehr Solarenergie produziert, und Bayern sowie Baden-Württemberg haben die meisten Solaranlagen – gut für die Sonne, aber nicht unbedingt für die Windkraft. Man fragt sich, ob die bayerischen Wiesen und Wälder nicht vielleicht doch auch ein bisschen Windkraft vertragen könnten! Ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste ist der Ausbau von Batteriespeichern. Sie sind entscheidend für die Speicherung von wetterabhängiger Energie. Aktuell stehen uns etwa 25 Gigawatt Speicherkapazität zur Verfügung – das klingt nach einer Menge, aber bis 2030 wird ein Bedarf von 104 Gigawattstunden geschätzt. Also, da muss noch ordentlich nachgelegt werden!
Der Markt für Batteriespeicher wächst zwar schnell, aber gesetzliche Vorgaben fehlen hier. Ende 2025 sollen 30 Gigawatt Leistung installiert sein, doch das wird vermutlich etwas später erreicht werden. 2023 kamen 13 Gigawatt neu hinzu, und die Kreise Friesland und Mecklenburgische Seenplatte waren ganz vorne mit dabei. Das zeigt, dass die Energiewende nicht nur ein großes nationales Projekt ist, sondern auch vor Ort, in unseren Gemeinden, gelebt wird.
Ein Blick in die Zukunft
Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 80 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen und bis 2045 klimaneutral zu sein. Diese Zahlen sind nicht nur Zahlen, sie sind das Herzstück der Energiewende. Der Erfolg wird an konkreten Ergebnissen gemessen: Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeicher sind die drei großen Säulen. Bis 2030 sind für Photovoltaik 215 GW, für Windkraft an Land 115 GW und für Offshore-Windkraft 30 GW verankert. Bis Anfang 2026 haben wir immerhin 117 GW Photovoltaik und 68 GW Windkraft an Land installiert. Das ist zwar schon ganz ordentlich, aber da geht noch mehr!
Die wirtschaftlichen Aspekte sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Für Flächeneigentümer ist die Entwicklung entscheidend, denn große Flächen werden für Photovoltaik und Windkraft benötigt. Aktuelle Pachtpreise für solche Flächen liegen bei 10.000 bis 15.000 Euro pro Hektar und Jahr – ein lukratives Geschäft für die, die das richtige Stück Land besitzen.
Die Energiewende ist ein großes, komplexes Unterfangen, das uns alle betrifft. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, sei es durch die Nutzung von Solarenergie, die Unterstützung von Windkraftprojekten oder einfach durch ein Umdenken in der eigenen Energieverbrauch. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Dinge in den kommenden Jahren entwickeln. Bleiben wir dran!