Heute ist der 23. Mai 2026, und während Deutschland sich auf die Feierlichkeiten zum 77. Jahrestag des Grundgesetzes vorbereitet, wird ein neuer Ehrentag ins Leben gerufen. Angestoßen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, soll dieser „Ehrentag“ das Ehrenamt ins Rampenlicht rücken. Ein schöner Gedanke, der uns daran erinnert, wie wichtig das Engagement vieler Menschen für unser Zusammenleben ist. Steinmeier selbst wird an diesem Tag aktiv, indem er in einer Berliner Bibliothek vorliest, Gärtnerarbeiten leistet und in einem Seniorenheim Gesellschaftsspiele spielt. Das klingt nach einem perfekten Tag, um die Vielfalt und den Wert der freiwilligen Arbeit zu würdigen!

Der Ehrentag zielt darauf ab, die Errungenschaften unserer Verfassung ins Bewusstsein zu rücken. „Für dich. Für uns. Für alle.“ – so lautet das Motto des Mitmachtags, und es gibt tatsächlich Tausende von Aktionen, die von Kommunen, Vereinen und Einzelpersonen in ganz Deutschland geplant sind. In Mettmann beispielsweise können Interessierte an einem Mitmachtag „hineinschnuppern“ und das Ehrenamt auf ganz praktische Weise kennenlernen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um die Scheu vor dem ersten Schritt abzubauen. Denn wer sich engagiert, erlebt oft nicht nur die Freude des Gebens, sondern auch ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

Ehrenamt als Kitt der Gesellschaft

In der Tat sind rund 27 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich aktiv – das entspricht mehr als einem Drittel der Bevölkerung! Doch das Engagement ist nicht nur zahlenmäßig beeindruckend; es leistet auch einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer Gesellschaft. Ehrenamtliche unterstützen bei der Begleitung von Senioren, organisieren Nachbarschaftshilfe oder schaffen Begegnungsräume, wie beim Maifest im Caritas-Altenstift. Diese Veranstaltungen zeigen, wie wichtig der Austausch zwischen Jung und Alt ist. Hier wird der Zusammenhalt tatsächlich gefördert – und das ist heutzutage wichtiger denn je!

Dennoch gibt es Herausforderungen. Die Zahl der Freiwilligen nimmt seit Jahren ab, während der Bedarf an Ehrenamtlichen konstant hoch bleibt. Das ist ein echtes Dilemma! Der Sozialverband Deutschland fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Tätigkeiten, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf. Und nicht zu vergessen: Ein durchschnittlicher Verein benötigt rund 42 Tage pro Jahr nur für Verwaltungsaufgaben. Das klingt nach mehr Bürokratie als nach ehrenamtlicher Freude.

Wertschätzung und Anerkennung

Ina Gross, die Sprecherin des Netzwerks „Zusammen bewegen“ in Mecklenburg-Vorpommern, hat recht, wenn sie sagt, dass ein Ehrentag nicht ausreicht, um die wichtige Funktion des Ehrenamts in der Gesellschaft zu würdigen. Auch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt kritisiert den hohen bürokratischen Aufwand, der oft ehrenamtliche Helfer abschreckt. Es ist wichtig, dass wir die Strukturen verbessern, die es Ehrenamtlichen ermöglichen, sich zu engagieren. Schließlich arbeiten drei Viertel aller Vereine ohne hauptamtliche Unterstützung! Das ist schon eine ziemliche Herausforderung.

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Wir sollten uns alle fragen: Wie können wir das Ehrenamt wertschätzen und unterstützen? Jeder kleine Beitrag zählt, und es gibt so viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Die Geschichten und Erfahrungen der Ehrenamtlichen sind oft voller persönlicher Gewinne – Anerkennung, Gemeinschaft und das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Und seien wir ehrlich, das tut der Seele gut!