Farben der Erinnerung: Kölner Open Painting Session lädt zum kreativen Nachdenken ein
In Köln gibt es einen spannenden Termin, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Am 26. Juni 2026 findet im Museumshof, im Hinterhof, die Open Painting Session statt. Ein kreatives Event, das unter dem Thema „Was passt nicht in deinen Koffer, wenn du dein Zuhause verlässt?“ steht. Hier wird nicht nur gemalt, sondern auch über das Nachdenken angeregt – über Menschen, Traditionen und all die kleinen und großen Emotionen, die uns begleiten, wenn wir unsere Heimat hinter uns lassen. Kunst wird zum Medium für Reflexion und zum Ausdruck von Erinnerungen, Migration und dem Gefühl von Zuhause.
Von 17 bis 20 Uhr kann jeder, egal ob Anfänger oder Geübter, seine Gedanken und Gefühle auf Leinwand bringen. Ein bisschen Farbe, ein Pinselstrich – und schon wird das Innere nach außen gekehrt. Währenddessen kann man sich im Café mit Getränken und Erfrischungen stärken. Der Eintritt? Frei! Ein Grund mehr, vorbeizuschauen und sich von der kreativen Atmosphäre anstecken zu lassen.
Kreativität in Krisenzeiten
In einer Welt voller Krisen – sei es durch den Klimawandel, politische Umbrüche oder technologische Entwicklungen – ist es wichtiger denn je, Orte der Begegnung und des Austausches zu schaffen. Die Open Painting Session in Köln ist ein solches Beispiel. Auch die Gruppenausstellung „HOME AGAIN“, die 14 Positionen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst zeigt, thematisiert, wie Menschen in Krisenzeiten zueinander finden und ihr Zuhause neu definieren. Diese Ausstellung, die im Stadthaus Ulm präsentiert wird, untersucht den Dreiklang aus Migration, Zuhause und Erinnerung und regt dazu an, über die eigene Identität und den Wert von Gemeinschaft nachzudenken.
Die Herausforderungen, die die heutige Welt mit sich bringt, erfordern Resilienz und den Mut, alte Muster hinter sich zu lassen. Kreatives Schaffen kann hierbei als Ventil dienen, als Möglichkeit, mit diesen Veränderungen umzugehen und neue Perspektiven zu gewinnen. Während in der Open Painting Session der Pinsel über die Leinwand gleitet, wird vielleicht auch das ein oder andere Gefühl sichtbar, das man im Alltag oft verdrängt. Man könnte sagen, es ist eine Art von Erinnerungsarbeit – nur ohne Worte.
Erinnerungsarbeit und Identität
Das Thema Erinnerungsarbeit ist nicht nur auf die Kunst beschränkt. An der Leuphana Universität Lüneburg wird beispielsweise ein digitales Forschungsprojekt über Rassismus und Antisemitismus vorgestellt. Hier wird beleuchtet, wie lokale Initiativen die Erinnerung an schwierige Kapitel der Geschichte wachhalten. Auch in der Kunst wird Erinnerung auf vielfältige Weise thematisiert – in Lesungen, Workshops und Filmvorführungen. Der kreative Ausdruck wird somit zum Vehikel, um gesellschaftliche Themen zu verarbeiten und zu reflektieren.
Ob in der Open Painting Session oder in den Ausstellungen – die Anliegen sind vielfältig und tiefgründig. Wenn man sich die Mühe macht, hinzuschauen und zuzuhören, entdeckt man in jeder Pinselberührung, in jedem Bild, die Geschichten, die wir alle mit uns tragen. Und das ist doch genau das, was uns letztendlich verbindet.
