Stahl mit Zukunft: Kloeckner Metals eröffnet hochmodernen Standort in Hürth
Heute ist der 23.07.2026, und in Hürth, ganz in der Nähe von Köln, wird ein neues Kapitel in der Stahl- und Metallbearbeitung aufgeschlagen. Kloeckner Metals Germany GmbH hat soeben ihren neuen Standort von Ambo Stahl eröffnet. Diese Entscheidung ist nicht nur eine Reaktion auf den wachsenden Bedarf an Fertigungslösungen in sicherheitskritischen Bereichen wie Defence und KRITIS, sondern auch ein Statement für die Zukunft der Branche.
Ambo Stahl hat eine lange Tradition – seit 1916 wird hier verschleißfester und hochfester Spezialstahl verarbeitet. Die Übernahme der Ambo-Stahl GmbH & Co. KG im April 2025 durch Kloeckner Metals zeigt, wie ernst es der Firma mit der Erweiterung ihres Leistungsportfolios für die Verteidigungsindustrie ist. Neben dem bestehenden Standort in Köln-Ehrenfeld, der bereits über Expertise in der Bearbeitung von Spezialstählen verfügt, wird Hürth mit modernster Technik ausgestattet. Hier wird nicht nur geschnitten, sondern auch mit den neuesten Verfahren wie Autogen-, Plasma-, Laser- und Wasserstrahlschneiden gearbeitet.
Modernste Technologien für die Verteidigungsindustrie
Der neue Standort in Hürth wird als eines der modernsten Kompetenzzentren für Stahl- und Metallbearbeitung im Defence-Bereich angesehen. Ein Highlight ist der Cutlite Penta PLUS BEVEL 6530 – ein leistungsstarker Faserlaser mit 60 kW, der präzise Schweißfasen ermöglicht und die Prozessketten erheblich verkürzt. Das bedeutet kürzere Durchlaufzeiten und eine umfassende Nachbearbeitung, alles vor Ort. Und das Beste? Ambo Stahl hat sogar Zulassungen für die Bearbeitung von Panzerungsmaterialien gemäß TL 2350-0000 und TL 2350-0003. Damit wird hier die gesamte Prozesskette abgedeckt, vom Zuschnitt bis zum einbaufertigen Formteil.
Doch nicht nur die Defence-Industrie profitiert von diesem neuen Standort. Auch der Baumaschinensektor sowie andere Kernbranchen wie Automotive und Maschinenbau werden hier bedient. Kloeckner Metals hat insgesamt rund 800 Beschäftigte und betreibt 17 Standorte in Deutschland, was die Dimension dieser Expansion verdeutlicht.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein weiterer zentraler Aspekt der neuen Strategie ist der Fokus auf CO₂-reduzierte Stahl- und Metallprodukte unter der Marke Nexigen®. Die Stahlindustrie steht vor enormen Herausforderungen, und der Weg zur Klimaneutralität bis 2045 ist gesetzlich vorgeschrieben. Kloeckner Metals scheint diese Herausforderungen ernst zu nehmen und investiert in Technologien, die sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich sind.
Es gibt viele Ansätze zur Dekarbonisierung: Der vermehrte Einsatz von Stahlschrott, die Direktreduktion mit Wasserstoff oder der Umstieg auf erneuerbare Energien könnten Schlüssel zur Lösung sein. Dabei wird der Einsatz von grünem Wasserstoff als Reduktionsmittel immer wichtiger, um CO₂-Emissionen zu vermeiden. Aber auch flexible Produktionsmethoden, die an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien angepasst sind, spielen eine Rolle. Das Ziel? Langfristig klimaneutral, wettbewerbsfähig und standorttreu bleiben – das klingt doch nach einer zukunftsfähigen Strategie, oder?
Mit der Eröffnung des neuen Standorts in Hürth setzt Kloeckner Metals nicht nur einen wichtigen Schritt in der Stahlverarbeitung, sondern zeigt auch, dass man bereit ist, in die Zukunft zu investieren. In einer Zeit, in der der Druck auf die Industrie wächst, nachhaltig zu agieren, könnte dieser Standort ein leuchtendes Beispiel für die gesamte Branche sein.
