In den letzten Tagen hat sich die Lage rund um den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda dramatisch zugespitzt. Ein bestätigter Ebola-Patient aus den USA, ein christlicher Missionsarzt, wurde positiv getestet und wird zusammen mit sechs weiteren Verdachtsfällen nach Deutschland verlegt. Laut einem Bericht von CNN, basierend auf Informationen eines Arztes und Einsatzleiters der Africa CDC, erfolgt diese Verlegung, weil Deutschland über kürzere Flugzeiten und umfangreiche Erfahrungen in der Ebola-Versorgung verfügt. Das Ganze klingt nach einem schlechten Film, aber leider ist es die Realität.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits einen „internationalen Gesundheitsnotstand“ ausgerufen, um Nachbarländer in Alarmbereitschaft zu versetzen und internationale Unterstützung zu mobilisieren. Das Ziel ist klar: Die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die Bundibugyo-Variante, die für diesen aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, ist besonders tückisch. Es gibt nämlich weder Impfstoffe noch Therapiemöglichkeiten gegen diese spezielle Variante. Das lässt die Betroffenen und deren Angehörige in einer Zeit der Ungewissheit zurück.

Was wir wissen

Bislang sind über 90 Menschen an der Bundibugyo-Variante gestorben, und etwa 350 weitere Infektionen wurden bestätigt. Die WHO warnt, dass der Ausbruch möglicherweise größer ist, als bisher bekannt, was ein beträchtliches Risiko für die Ausbreitung des Virus bedeutet. In der kongolesischen Provinz Ituri wurden bis Samstag bereits 80 Todesfälle mit Verdacht auf diese Variante gemeldet, bei acht dieser Toten wurde das Virus im Labor bestätigt. Das Ganze ist ein düsteres Bild, das uns alle betrifft.

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, wurden ebenfalls zwei laborbestätigte Ebola-Fälle gemeldet, darunter ein Todesfall. Beide Personen hatten zuvor die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo überquert. Es zeigt sich immer wieder, wie eng unsere Welt verknüpft ist und wie schnell sich eine Krankheit ausbreiten kann, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden. In den USA wurden daher Einreisebeschränkungen für Personen aus dem Ebola-Gebiet eingeführt, und das für mindestens 30 Tage. Irgendwie nachvollziehbar, oder?

Die Geschichte der Bundibugyo-Variante

Der Name Bundibugyo taucht jetzt immer häufiger in den Nachrichten auf, und das hat seinen Grund. Diese Variante des Ebola-Virus wurde erstmals 2007 in Uganda entdeckt, und bereits damals war die Situation ernst. Im Vergleich zur Zaire-Variante, die für die meisten der über 15.000 Todesfälle in früheren Ausbrüchen verantwortlich war, ist die Bundibugyo-Variante weniger tödlich, mit einer Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Aber das ist immer noch erschreckend hoch!

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Die Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo hat nicht nur mit Ebola zu kämpfen, sondern befindet sich auch in einer fragilen Sicherheitslage und leidet unter einer humanitären Krise. Starke Bevölkerungsbewegungen machen die Situation noch komplizierter. Nur zwei Ausbrüche der Bundibugyo-Variante gab es bisher: einmal 2007 in Uganda und dann 2012 im Kongo. Damals wurden 37 beziehungsweise 29 Menschenleben gefordert. Jetzt stehen wir wieder am Anfang eines neuen, beunruhigenden Kapitels.

Die WHO hat auch darauf hingewiesen, dass es keine wirksamen Impfungen oder Heilmittel für die Bundibugyo-Variante gibt. Schutzmaßnahmen wie Kontaktverfolgung, Isolation und Quarantäne sind die einzigen Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung. Das klingt nach einem Plan, aber die Realität ist oft viel komplizierter. Die Menschen in den betroffenen Gebieten sind nicht nur mit einer gefährlichen Krankheit konfrontiert, sondern auch mit einer enormen psychologischen Belastung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, schnell zu handeln, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Denn am Ende sind es die Menschen, die unter diesen Umständen leiden, und das ist etwas, das uns alle angeht. Irgendwie fühle ich mich dabei an die Worte eines alten Sprichworts erinnert: „Gemeinsam sind wir stark“ – und das könnte in dieser Situation nicht passender sein.