In den letzten Wochen hat Arndt Maaßen, ein erfahrener Jäger und Landwirt aus Roggendorf, nahe dem Rhein-Erft-Kreis, eine alarmierende Entwicklung beobachtet. Zehn Rehe hat er aus dem Kölner Randkanal gerettet! Ja, richtig gehört – aus einem Kanal! Es klingt wie ein Abenteuer aus einem Kinderbuch, aber die Realität ist alles andere als märchenhaft. Zwei der Tiere mussten aufgrund schwerer Verletzungen sogar erlöst werden. Das ist nicht nur tragisch, sondern auch ein eindringlicher Appell an uns Hundebesitzer, verantwortungsbewusst zu handeln.

Der Randkanal, der in den 1950er-Jahren von RWE-Power AG erbaut wurde, hat steile und glatte Ränder. Ein Albtraum für die scheuen Rehe! Wenn sie panisch fliehen, landen sie schnell in der Gefahrenzone und laufen über Straßen in das Wasser. Maaßen vermutet, dass eine undichte Stelle in der Umzäunung zwischen Pulheim und Sinnersdorf diese Problematik verstärkt. Der Betreiber des Kanals hat bereits die Prüfung von Aussteigehilfen für die Tiere angekündigt. Eine sinnvolle Maßnahme, die hoffentlich bald umgesetzt wird, um den Tieren eine sichere Flucht zu ermöglichen.

Leinenpflicht und ihre Bedeutung

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: Hunde und ihre Leinenpflicht! In Nordrhein-Westfalen, also auch hier in Köln, müssen Hunde in bestimmten öffentlichen Bereichen an einer geeigneten Leine geführt werden. Das ist nicht nur eine Vorschrift, sondern auch eine Notwendigkeit, insbesondere in Gebieten mit hohem Publikumsverkehr. Fußgängerzonen, stark besuchte Einkaufsbereiche, öffentliche Straßen und Plätze sind alles Orte, wo die Leinenpflicht gilt. Und ja, das gilt auch für unsere geliebten Vierbeiner in städtischen Grünanlagen, es sei denn, wir sind in Freilaufflächen.

Die Regelung ist nicht nur für die Sicherheit der Menschen gedacht, sondern auch für das Wohl der Tiere. Wenn ein Hund unangeleint auf Wild trifft, kann das fatale Folgen haben. Es ist ganz einfach: Während der Brut- und Setzzeit sollten Hunde besonders an die Leine, um die Wildtiere zu schützen. Maaßen setzt deshalb auf Aufklärung der Hundehalter, trifft aber auch auf Wiederholungstäter, die die Vorschriften ignorieren. Und das kann teuer werden! Wilderei kann nicht nur zu Anzeigen führen, sondern auch zu hohen Strafen.

Die Gefahren im Randkanal

Eine besondere Gefahr stellt die starke Strömung im Randkanal dar. Sie ist nicht nur für die Rehe bedrohlich, sondern kann auch Menschen in Lebensgefahr bringen. Maaßen warnt eindringlich davor. Es ist nicht nur ein schöner Anblick, der Kanal, er kann auch tückisch sein. Wer mit seinem Hund in der Nähe des Wassers unterwegs ist, sollte besonders wachsam sein.

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In Köln gibt es, wie in vielen anderen Städten, spezifische Regelungen zur Leinenpflicht. Die Faustregel für Hundehalter hier lautet: Immer anleinen in Fußgängerzonen und öffentlichen Gebäuden. In Park- und Grünanlagen gilt meist ebenfalls Anleinpflicht, außer in Freilaufflächen. Und in Naturschutzgebieten sind die Regeln häufig noch strenger. Man könnte sagen, wenn man sich unsicher ist, einfach anleinen – sicher ist sicher!

Es ist bemerkenswert, dass die Leinenpflicht in NRW Unterschiede macht. Große Hunde, die eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg haben, müssen in bebauten Ortsteilen immer an die Leine. Das schützt nicht nur andere Hunde und Menschen, sondern auch die Tiere selbst – denn wie gesagt, ein unangeleinter Hund kann schneller in Schwierigkeiten geraten, als man denkt.

Also, liebe Hundehalter, lasst uns gemeinsam darauf achten, dass unsere vierbeinigen Freunde sicher sind – und dass wir die Wildtiere respektieren. Die Natur ist unser aller Zuhause, und wir sollten sie schützen, wo wir nur können. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste Spaziergang im Kölner Randkanal ja auch ein Abenteuer, bei dem wir nichts als positive Erinnerungen mit nach Hause bringen.